Spurwechsel



D: Ben Affleck, Samuel L. Jackson, Toni Collette, R: Roger Michell, 94 Min.

Im New Yorker Berufsverkehr kommt es zu einem eher harmlosen Verkehrsunfall. Der junge, aufstrebende Anwalt Gavin Banek (Ben Affleck) ist gerade auf dem Weg ins Gericht zu einer wichtigen Verhandlung. Daher hat er keine Zeit und will den zweiten Leidtragenden, den geschiedenen Familienvater Doyle Gipson (Samuel L. Jackson), mit einem Scheck abspeisen. Dieser ist ebenfalls gerade auf dem Weg zum Gericht, da es um das Sorgerecht seiner Kinder geht. Als trockener Alkoholiker aber ist er gewillt, keine Fehler zu machen, und so besteht er auf korrekte Abwicklung des Unfalls. Banek lehnt ab, wünscht Gipson nächstes Mal mehr Glück und verschwindet. Leider verliert er hierbei eine wichtige Akte, ohne die der Millionen-schwere Prozess verloren werden würde - und die nun im Besitz von Gipson ist. Dieser verliert auch, und zwar im Endeffekt seine Familie, da er 20 Minuten zu spät zum Gerichtstermin erscheint. Banek macht sich auf die Suche nach Gipson, um die Akte zurück zu bekommen, setzt ihn dann unter Druck - und beide beginnen, sich das Leben innerhalb einiger Stunden so unangenehm wie möglich zu machen, bekämpfen sich mit verschiedenen Mitteln...

Regisseur Roger Michell schafft es, "Spurwechsel" nicht zu einem oberflächlichen Streifen abgleiten zu lassen, indem er die beiden Hauptpersonen detailliert zeichnet. Banek ist ein Karrieretyp, der um sein Weiterkommen bangt, dann aber auch gegen Unrecht kämpft. Gipson ist ein verzweifelter Ex-Alkoholiker, der alles tut, um seine Regeln zu befolgen und seine Familie zurück zu bekommen. Es kommt keine extreme Spannung auf, aber gut unterhalten wird man allemal.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)