Spy Game - Der finale Countdown



D: Robert Redford, Brad Pitt, Catherine McCormack, R: Tony Scott, 126 Min.

Regisseur Tony Scott ("Top Gun", "Last Boy Scout", "Staatsfeind Nr. 1") präsentiert uns mit "Spy Game" eine prima Agentengeschichte, die viel Spaß macht. 1991 steht der CIA-Agent Nathan Muir (Robert Redford) einen Tag vor dem Ruhestand - doch dieser letzte Arbeitstag hat es in sich. Nathan erfährt, dass sein einstiger Musterschüler Tom Bishop (Brad Pitt) in China der Spionage angeklagt wurde, bis zu seiner Hinrichtung bleiben nur 24 Stunden - und keiner weiß, was Bishop in China wollte, einen Auftrag hatte er nicht. Die CIA beruft einen Krisenstab ein, dieser aber fürchtet einen internationalen Skandal und will Bishop daher nicht retten. Nathan ist der einzige, dem an Tom gelegen ist. Da er ihn am besten kennt, berichtet er seinen Vorgesetzten, die jünger sind, über die Zusammenarbeit mit Tom, den er einst als Scharfschützen in Vietnam kennen lernte. Ob in den USA, in Berlin oder in Beirut, Bishop war nicht nur ein lernwilliger, er war vor allem ein guter Agent, mit eigenem Kopf. Während Nathan dem Krisenstab berichtet, weiß er, dass er die CIA austricksen muss, sonst ist Toms Leben nicht zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen seine Vorgesetzten beginnt, parallel zu den Anhörungen.

"Spy Game" weiß zu überzeugen, durch eine gute Handlung, vor allem aber durch die Rückblick-Szenen, die einen Großteil des Films ausmachen. An verschiedenen Schauplätzen wurde hierbei gedreht, nie jedoch dort, wo die Handlung spielt. Die Berlin-Bilder entstanden in Budapest, das Gefängnis steht in England statt in China, Marokko diente als Kulisse für Vietnam und Beirut. Redford und Pitt im Duett bereiten viel Freude, und dies sicherlich nicht nur den Damen. Die Handlung des Films ist gut, die Umsetzung sehr gut.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)