SUCKER PUNCH
Darsteller:  Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone
Regie:  Zack Snyder
Dauer:  109 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.SuckerPunch-derFilm.de
 

Als ihre Mutter stirbt, bricht für eine 20-jährige (Emily Browning) eine Welt zusammen. Dem fiesen Stiefvater will sie kein Spielzeug sein, und so steckt er sie kurzerhand in eine Nervenheilanstalt. Dort bezahlt er einiges dafür, dass sie ihre Erinnerungen an seine Bösheiten verlieren soll, mittels einer Lobotomie. Um mit dieser klar zu kommen, flüchtet sich die hübsche Blondine in eine Traumwelt, in der sie nicht mehr in der Anstalt, sondern in einer Mischung aus Revue und Bordell mit den anderen zusammen ist - unter dem Namen Babydoll ähnlich eingesperrt, nur mit weit mehr Sexappeal. Babydoll überzeugt Rocket (Jena Malone), Blondie (Vanessa Hudgens), Amber (Jamie Chung) und Sweet Pea (Abbie Cornish), zusammen ihren Fluchtplan zu unterstützen. Da sie alle weg wollen vom großkotzigen Machthaber Blue (Oscar Isaac) und Tanzlehrerin Madam Gorski (Carla Gugino), stimmen sie zu. Es bleiben nur wenige Tage, bis Babydoll als vermeintliche Jungfrau dem High Roller (Jon Hamm) zugänglich gemacht werden soll, also gibt es keine Zeit zu verlieren. Babydolls Plan ist, mehrere Gegenstände in ihren Besitz zu bringen - fast unmöglich, aber wenn sie tanzt, dann ist jeder wie gefangen, und so können die anderen Mädels in diesen paar Minuten aktiv werden. Jedoch sieht man Babydoll nicht tanzen - denn hier entschwindet sie in die nächste Traumwelt, wo sie als amazonenhafte Kämpferin in fremden Welten gegen das Böse antritt, mal alleine, mal mit ihren Mädels. So kämpft sie bei einem asiatischen Palast gegen riesige Samurais, im ersten Weltkrieg in Frankreich gegen die Nazis, oder in einer Fantasiewelt gegen Feuerdrachen. Auf ihrem Weg in die Freiheit hilft ihr ein Weiser (Scott Glenn) mit Ratschlägen. Wohin führt der Weg, und was bedeutet er für die Realität?

Mit "Sucker Punch" ist Regisseur Zack Snyder ("Watchmen - Die Wächter", "300") ein weiterer sehr beachtenswerter Film gelungen, der auf der Kinoleinwand mit Sicherheit weit mehr zur Geltung kommt als später im Wohnzimmer. Trotz der schön anzuschauenden Darstellerinnen geht es hier um weit mehr als Sexappeal, eigentlich sogar wird er überraschend und angenehm wenig ausgereizt - genau die richtige Portion. Vielmehr geht es um die Kraft der Phantasie und der Bilder, und hier ist Snyder ein Meister. Technisch ist der Film hervorragend gemacht. Die Eröffnungsminuten um die traurige Vorgeschichte bis zur Einlieferung in die Anstalt sind großartig, und auch danach hat der Film viel zu bieten. Die Kampfszenen sind toll, die Welten hierfür beeindruckend anzuschauen, ebenso die Geschöpfe. Und zu brutal ist das Ganze auch nicht - dafür mit brutal guter Musik gespickt. Sehr interessantes, episch opulentes Kino - für Fans von Snyder ein Muss!

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)