Superstar

D: Molly Shannon, Will Ferrell, Elaine Hendrix, R: Bruce McCulloch, 81 Min.

In Amerika ist Molly Shannon mit ihrer erschaffenen Figur Mary Katherine Gallagher in "Saturday Night Live" zu Ruhm gelangt, nun wurde ein Film um sie geschaffen. Mary ist alles, was ein Schulmädchen nicht sein will - unattraktiv, unerfahren, von den Mitschülern ausgelacht. Trotzdem steht für sie fest: "Ich werde Superstar". Hierfür betet sie jeden Abend zu Gott. Aufgewachsen ist Mary mit ihrer an den Rollstuhl gefesselten, strengen Großmutter (Glynis Johns), nachdem ihre Eltern einst bei einem Unfall ums Leben kamen, wobei Oma hier erst später mit der wahren Geschichte herausrückt. Marys größter Wunsch ist es, endlich einen Jungen zu küssen, und ein Traumziel hat sie hierbei auch: den schleimigen Schul-Schönling Sky Corrigan (Will Ferrell). Dieser jedoch kann als Top-Tänzer so gut wie jedes Mädchen haben und hat bisher noch nicht einmal Notiz von Mary genommen, hat er doch auch das hübsche Blondchen Evian (Elaine Hendrix) an seiner Seite. In ihren Phantasien jedoch übt Mary die heißesten Zungenschläge, die sie - in Traumwelten versunken - in der Praxis dann an Bäumen oder Straßenschildern praktiziert. So kommt es, dass Mary auch noch in die Klasse der Zurückgebliebenen gestuft wird - ihr Status als Lachnummer ist spätestens jetzt perfekt. Hier sitzt sie nun zusammen mit den merkwürdigsten Gestalten und überlegt, wie sie an Sky herankommen könnte. Die Lösung: ein ins Leben gerufener Talentwettbewerb an der Schule. Auch wenn die Großmutter ihr die Teilnahme verbietet, Mary hat sich in den Kopf gesetzt, Sky mit einer beeindruckenden Leistung so zu überzeugen, dass seine Zunge nur ihr gehören kann, hat er sich doch auch gerade von Evian in einer öffentlichen Szene getrennt und erstmals von Mary Notiz genommen. Zusätzliche Hilfe bekommt sie von Jesus, der ihr erscheint und Tipps gibt. Unterdessen scheint Eric (Harland Williams) Interesse an Mary zu haben, ein Junge aus ihrer Klasse, der sich weigert, zu sprechen. Wird sie es schaffen, Sky zu küssen, oder macht vielleicht Eric das Rennen? Wird Evian ihre Stutenbissigkeit zum Verhängnis oder bekommt sie Sky zurück? Wie sind Marys Eltern wirklich umgekommen? Wird Oma stur bleiben? Fragen über Fragen - die Antworten gibt es im Film.
"Superstar" ist eine überdrehte Mixtur aus völligem Schwachsinn, über den man dann auch nicht recht lachen kann, und wirklich witzigen Momenten, die Freude bereiten. In der Flut der Highschool- und Teenie-Streifen, die momentan über einen hereinbricht, liegt dieses Produkt im Mittelmaß, ist aber wenigstens keiner dieser wirklich ärgerlichen Filme, die man selbst geschenkt noch als Zeitverschwendung bereut. Schade übrigens noch die völlig unbedeutende, dumme Rolle von MTV-Starkomiker Tom Green, der in "Road Trip" noch so viel Spaß bereitet hat und hier deplatziert ist. Kann man sehen, muss man aber nicht.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)