The Closer You Get

D: Ian Hart

Nach "Ganz oder gar nicht" und "Palookaville" begibt sich Produzent Uberto Pasolini mit "The Closer You Get" erneut in die Gefilde der Arbeiterklasse, um eine Komödie dort anzusiedeln.

Oft sind es gerade die netten, menschlichen Geschichten, die im Kino mehr begeistern als actionreiche, mit Spezialeffekten bis zum Umfallen gesegneten Knaller-Movies oder mit Hollywood-Stars gespickte Romanzen. In den letzten Monaten gab es mit "Der Club der gebrochenen Herzen" über einen schwulen Freundeskreis, "Brot und Tulpen" über eine dem Alltag entfliehende Familienmutter oder gerade erst "Fast Food, Fast Women" über eine herzensgute Kellnerin auf der Suche nach dem Glück einige positiv zu erwähnende Streifen dieser Sparte.

"The Closer You Get" sollte auch solch ein netter Film werden, verfehlt aber sein Ziel. Ort der Handlung ist ein irisches Küstendorf voller Dummköpfe, alles sehr klischeehaft dargestellt. Da den Männer, allen voran dem sich ständig im Schritt herum fummelnden Fleischer Kieran O'Donnagh (Ian Hart), die ansässigen Frauen nicht reizvoll genug sind, entscheiden sie sich, im Miami Herald eine Annonce zu schalten, in der sie junge Frauen zur Heirat suchen. Voller Vorfreude und Erwartung beginnt man(n) sogleich mit den Vorbereitungen: die schlaffen Muskeln werden trainiert, die Haare gefärbt, die Kleidung überdacht. Unterdessen revanchieren sich die Dorffrauen, indem sie heftig mit spanischen Seemännern flirten...

Wirklich witzige Szenen bleiben leider Mangelware, so dass flache Gags und vorhersehbare Handlung schnell Langeweile aufkommen lassen. Ideenarm und platt.

Wertung: 2 von 10 Punkten

(Tobi)