TOY STORY 3
Animation
Regie:  Lee Unkrich
Dauer:  103 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  www.toy-story-3.de
Weitere Website:  Facebook-Seite
 

Nachdem die Pixar Animation Studios 1996 mit "Toy Story" (damals der erste computer-generierte abendfüllende Kinofilm) zu begeistern wussten und auch 1999 einen extrem lustigen, voll überzeugenden Nachfolger präsentierten, kommt nun nach längerer Pause "Toy Story 3" in die Kinos - und dies in Disney Digital 3D!

Cowboy Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear, Dino Rex und ihre vielen Spielzeug-Freunde hat man lange nicht gesehen - doch sie sind weiterhin zusammen aktiv, nur ganz wenige Freunde sind im Laufe der Jahre abhanden gekommen. Aus dem kleinen Andy, dem die Spielzeuge gehören, ist allerdings inzwischen 17 Jahre alt und spielt nicht mehr oft mit ihnen, auch wenn Woody und Co sich Verschiedenes einfallen lassen, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Nun wird es allerdings ernst - Andy geht auf's College und räumt sein Zimmer leer. Die Aufregung unter den Spielsachen ist groß, vor allem die Angst, im Müll zu landen. Und so sieht es dann auch aus - aus Versehen landet der Sack mit den Spielzeugen nicht wie von Andy geplant auf dem Dachboden, sondern doch am Straßenrand, wo die Müllabfuhr ihn mitnimmt. Woody hat als einziger mitbekommen, dass Andy seine Kameraden auf dem Dachboden aufheben wollte (hier werden sie zwar nicht mehr von ihm gebraucht, aber bleiben zumindest zusammen und haben viel Platz zum Austoben). Nur ihn selbst wollte Andy mit auf's College nehmen, was die anderen eifersüchtig werden lässt. Sie schaffen es, sich aus dem Müllwagen zu befreien und sie landen alle zusammen im Sunnyside Kindergarten. Eigentlich ja ein optimales neues Zuhause - jeden Tag wird mit ihnen gespielt, es gibt viele Kinder ... allerdings ist Anführer Lotso, ein Plüschbär, nicht so herzlich, wie es scheint. Die Spielzeuge landen nicht bei den älteren Kindern, wo es ihnen gut ergehen würde, sondern bei den ganz Kleinen, die alles mögliche mit ihnen anstellen, sie herumwerfen, auseinander nehmen, voll-schleimen und anderweitig malträtieren. Au weia! "College-Boy" Woody bekommt dies zuerst gar nicht mit, plädierte er doch an die Freunde, dass sie zurück zu Andy müssten, weil sie schließlich sein Spielzeug seien - hiervon wollten die anderen in der Hoffnung auf ein neues sonniges Dasein in Sunnyside aber nichts wissen. Woody flieht aus dem Kindergarten, erfährt aber dann nach einer Weile doch von den chaotischen Zuständen dort und macht sich auf den Weg, seine Freunde zu retten, wobei dieses Unterfangen fast unmöglich scheint, wird der Kindergarten doch von Lotso, Big Baby, einem Trommelaffen und Co. weit besser bewacht, als es den Anschein machte...

Was für ein Spaß! Mit Erfolgsproduzentin Darla Anderson ("Cars", "Die Monster AG"), Executive Producer John Lasseter (der bei Teil 1 und 2 Regier führte), Regisseur Lee Unkrich (Co-Regisseur von "Toy Story 2" sowie "Findet Nemo") und Autor Michael Arndt, der für sein Drehbuch zu "Little Miss Sunshine" mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde, waren routinierte Könner am Werk. Heraus gekommen ist ein dritter Teil, der den sehr hohen eigenen Ansprüchen und Erwartungen der Fans voll gerecht wird. Ganz selten mal gibt es eine Film-Reihe, bei der jeder Teil begeistert - mit "Toy Story" ist Disney/Pixar dies gelungen. Es gibt unheimlich viel zu lachen, die Story explodiert fast vor guten Ideen, es geht rasant und zugleich sehr warmherzig zu, dazu gibt es noch Tiefgründiges und Romantik - und in 3D ist das Ganze dann noch ein besonderer Leckerbissen, denn die Animation ist mal wieder wunderbar und selbst in Details perfekt. Die Einführung neuer Spielzeuge im Kindergarten bot Spielraum zur Ausarbeitung weiterer Charaktere, was bestens gelungen ist - und als sich Barbie und der selbstverliebte Ken treffen und kennen lernen, liegt man vor Lachen fast auf dem Boden. Perfekte Unterhaltung - volle Punktzahl!


Auch bei der Synchronisierung wurde übrigens nichts dem Zufall überlassen. Das erfolgreiche Trio Michael Bully Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz wurde ins Studio geholt, um Cowboy Woody, Dino Rex und Ken ihre Stimmen zu leihen. Erstmals seit "Lissi und der wilde Kaiser" (2007) sind die drei Künstler, die mit der "Bullyparade" 1997 den Grundstein zu beispiellosen Erfolgskarrieren im Film- und Showbiz legten, somit wieder gemeinsam in einem Kinofilm zu hören.

Wertung: 10 von 10 Punkten





Wir verlosen zum Kinostart drei Fanpakete, bestehend aus einer Compilation-CD mit "TOY STORY Favorites" und einem Filmposter. Wer gewinnen möchte, der klicke einfach hier. (Einsendeschluss: 29. August 2010). Viel Glück!

(Tobi)