TRANSCENDENCE
Darsteller:  Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany
Regie:  Wally Pfister
Dauer:  120 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.transcendence-derfilm.de
 

Um eine weitere Ausbreitung künstlicher Intelligenz und technikregierter Welt zu verhindern, verübt eine Gruppe von militanten Aktivisten verschiedene Attentate auf Wissenschaftler. Während einige von diesen hierbei sterben, hat Dr. Will Caster (Johnny Depp) scheinbar noch einmal Glück gehabt. Der renommierte Experte wird vor den Augen seiner Frau Evelyn (Rebecca Hall), die ebenfalls auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz forscht, angeschossen, kommt aber mit einem Streifschuss davon. Wie sich bald heraus stellt, war die Patrone aber radioaktiv mit Plutonium verseucht, und so bleiben Will nur noch ein paar Wochen zu leben. In ihrer Verzeiflung kommt Evelyn auf die Idee, ein von Will geschaffenes, computergesteuertes Elektronengehirn, das über menschliche Emotionen verfügt und selbstständig reflektieren kann, mittels der Erfindung eines getöteten Kollegen mit den Daten aus Wills Gehirn zu speisen und den Geliebten so weiter existieren zu lassen. Zusammen mit dem gemeinsamen Freund und Kollegen Max Waters (Paul Bettany), der zuerst skeptisch ist, macht sie sich ans Werk - und nach Wills Tod reagiert die Maschine tatsächlich plötzlich und tritt zuerst per Schrift, dann auch durch die übernommene Sprache, in den Kontakt mit Evelyn und Max. Als die Maschine allerdings bald fordert, mit dem Internet verbunden zu werden, ahnt Max, dass dies zu einer weltweiten Übermacht der Maschine ausarten könnte - doch er kann Evelyn nicht stoppen. Bald schon instruiert sie der neue Will, ein riesiges, unterirdisches Datenzentrum in der Einöde zu errichten, um dort neue Experimente zu starten - während die Aktivisten ihnen allerdings weiter auf der Spur sind...

Mit "Transcendence" legt der Oscar-prämierte Kameramann Wally Pfister (INCEPTION, DARK KNIGHT-Trilogie) sein Regiedebüt vor und liefert anständige Kost im SciFi-Thriller-Segment ab. Die Handlung ist gut, aber mit zwei Stunden doch stellenweise etwas langatmig. Jedoch greift sie aktuelle Themen auf und bringt einen schon zum Grübeln, ob der technische Fortschritt kontrollierbar sein kann. Johnny Depp hat man schon besser gesehen, er spielt aber auch nicht schlecht, wie Morgan Freeman (als weiterer Wissenschaftler) jedoch eher solide - Rebecca Hall und Paul Bettany hingegen agieren stark. Die Spezialeffekte sind gut und verleihen dem Streifen die nötige moderne Würze. Insgesamt ein Film, den man sich gut anschauen kann, aber kein Muss.



Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)