TRANSFORMERS
Darsteller:  Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel, Jon Voight
Regie:  Michael Bay
Dauer:  144 Minuten
FSK:  Freigegeben ab 12 Jahren
Weblink:  www.transformers-film.de
 

Bombastisch. Das ist der Begriff, der den ersten Eindruck am besten beschreibt, den Michael Bays neuer Blockbuster hinterlässt. Bay lässt es hier in satten zweieinhalb Stunden fast ununterbrochen krachen und er tut gut daran. Denn die atemberaubenden Actionszenen sind das, worauf er sich hundertprozentig verlassen kann. Als Ex-Werbeclip-Produzent kennt er sich schließlich im Metier der rasant aneinandergeschnittenen Sequenzen aus wie kaum ein anderer, und die beeindruckende Animationstechnik tut ihr übriges, dass man an der Authentizität der Bilder kaum zweifeln möchte. Aber hat man beim Namen Steven Spielberg als Produzent irgendwas anderes erwartet?

Und so brechen die Transformers auch wie ein Unwetter über einen herein, vor dem man sich nicht retten kann und ziehen einen fast mit hinein in die Leinwand. Die detailverliebt inszenierten Verwandlungen der Roboter in allerlei Fahr- und Fluggerät und deren Machenschaften versetzen einen dabei so in Staunen und bereiten einen Mordsspaß, dass man über Defizite in der Handlung gnädig hinwegsieht. Die kommt nämlich leider sehr grobgestrickt daher und taugt somit zu kaum mehr, als die Actionszenen miteinander zu verbinden.

Es geht mal wieder um den Kampf Gut gegen Böse, den die beiden außerirdischen Roboterrassen diesmal auf dem Rücken der Menschen austragen. In deren Ringen um eine legendäre Machtquelle, den „Allspark“, als zentrales Element, wird ohne eigenes Verschulden der junge Sam (momentan allgegenwärtig: Shia LaBeouf) hineingezogen, der unwissentlich über Ortsangaben des „Allspark“ verfügt. Der hat eigentlich mit den üblichen Teenagerproblemen schon genug zu tun, wird aber nun zum Objekt der Begierde und benötigt dadurch dringend die Hilfe der guten Roboterfamilie, die auch nicht lange auf sich warten lässt. Diese Tatsache und die damit verbundene Verwicklung seiner Familie und besonders seiner Angebeteten (Megan Fox) in die Geschichte sorgen dann doch für die eine oder andere Situationskomik und vermögen schließlich sogar, Sympathie zu erzeugen.

So steuert man kurzweilig und zielstrebig auf die Schlacht um den Verbleib der Menschheit zu, darf sich nebenbei zwar noch etwas über die Rolle des US-Militärs als Quell alles Guten auf dem großen Abenteuerspielplatz Erde ärgern (das sich diese Propaganda übrigens einiges kosten lässt!), aber wird dann doch durch den packenden Showdown gebannt. Spätestens mit dem abschließenden „What I’ve Done“ von Linkin Park auf den Ohren ist die Welt wieder in Ordnung. Bombastisch.

Wertung: 9 von 10 Punkten

(Mick)