Underworld



D: Kate Beckinsale, Scott Speedman, Shane Brolly, R: Len Wiseman, 121 Min.

Seit mehreren hundert Jahren gibt es Krieg zwischen Vampire und Lükanern, Werwölfen. Die Machtverhältnisse scheinen geklärt - die Blutsauger haben die Werwölfe fast ausgerottet. Nach einer wilden Schießerei in einem U-Bahn-Schacht wird der schönen Vampir-Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) klar, dass die verfolgten Lükaner hinter einem Menschen-Mann her waren. Warum? Vom machtbesessenen Vampir-Chef Kraven (Shane Brolly) hält Selene nicht viel - ihrer Meinung nach hat der übermächtige Viktor (Bill Nighy) mit ihm einen Bürokraten anstatt eines Kriegers zum Mann an der Spitze berufen. Kein Wunder, dass Kraven ihr nicht glaubt, als sie von dem Mann berichtet, und davon, dass sie im Untergrund eine nicht für möglich gehaltene Masse an Werwölfen vermutet. Diese gibt es allerdings wirklich. Sie haben eine neue Munition mit ultraviolettem Licht gegen Vampire erarbeitet und bereiten sich unter der Führung von Lucian (Michael Sheen) auf einen vernichtenden Schlag vor. Die Vampire gehen davon aus, dass jener Lucian schon lange tot ist, von Kraven aus dem Weg geräumt wurde. In Wirklichkeit stehen beide in enger Absprache und planen einen Pakt - hiermit würde Kraven gegen alle Regeln der Vampire verstoßen, doch dies ist ihm egal. Nachdem Selene den begehrten Menschen-Mann Michael Corvin (Scott Speedman) aufspürt, will sie heraus bekommen, warum die Lükaner es auf ihn abgesehen haben. Hierbei trifft sie auf Lucian, der Michael gerade gebissen hat, und traut ihren Augen nicht. Außerdem noch verknallt sie sich in Michael, was die Sache nicht einfacher macht. Sie weiß, dass er in zwei Tagen bei Vollmond zum Werwolf werden wird. Von Aufklärungsstreben und Liebe getrieben entscheidet sie sich, Viktor aus seinem Ruhezustand zu erwecken, was eigentlich erst 100 Jahre später vorgesehen war. Auch wenn Viktor Selene sehr mag, ist er sauer, dass sie die 1400 Jahre alte Erbschaftsfolge unterbrochen hat, und da er ihren Geschichten nicht glaubt, lässt er sie einsperren und plant ihre Bestrafung...

"Underworld" ist ein mittelmäßiger Fantasy-Horror-Streifen, der verschiedene Trends aufgreift, aber sich in der Mitte irgendwo etwas festfährt. Die düstere Stimmung wird vor allem durch gebleichte Bilder und schwarze Kleidung erzeugt, die Haupt-Akteure werden als versnobbte Unterweltler dargestellt, die Kampfszenen liegen zwischen Matrix-Action und Brutalität - und die Handlung haut einen nicht so recht vom Hocker. Trotzdem ist der Film technisch recht gut gemacht und besitzt auch ansprechende Momente. Alles zusammen genommen zwar nicht ärgerlich, aber auch alles andere als begeisternd. Eher etwas für Vampir- und Werwolf-Freunde.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)