UNFRIEND
Darsteller:  Alycia Debnam-Carey, William Moseley, Liesl Ahlers
Regie:  Simon Verhoeven
Dauer:  93 Minuten
FSK:  freigegeben ab 16 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/unfriend.html
 

Laura ist eine beliebte, hübsche Studentin und genießt das College-Leben. Wie so viele ihrer Freundinnen und auch Freunde postet sie munter Fotos aus ihrem Leben in Facebook, wo sie auf stolze 800 Online-Freundschaften kommt. Die neu in der Uni aufgetauchte, immer schwarz gekleidete Außenseiterin Marina bekommt dies mit und schickt ihr auch eine Freundschaftsanfrage. Zuerst ist Laura stutzig, dass Marina auf Facebook noch keinen einzigen Freund in ihrer Liste hat, dann aber gefallen ihr einige Videos und Bilder in deren Timeline gut, zudem tut ihr die mysteriöse, schüchterne Kommilitonin auch irgendwie leid. Also nimmt sie Marinas Anfrage an. Schnell findet sie heraus, dass diese hieraus Ansprüche entwickelt - sie hängt sich an Laura ran und erwartet auch, zu deren Geburtstag eingeladen zu werden. Diesen will Laura lieber mit ihren engsten Freunden feiern, erfindet aber eine Ausrede ... die durch Fotos der Feier auf Facebook jedoch schnell auffliegt. Marina wird wütend. Sie bedroht Laura ... und erhängt sich. Ein übles Video hiervon findet sich plötzlich in Lauras Profil, was deren Freunde abschreckt, die nicht glauben, dass Laura es nicht gepostet hat - und löschen kann sie es auch nicht. Plötzlich sterben zudem weitere Freunde von Laura, und immer wieder tauchen Videos hiervon bei Laura in der Timeline auf, die sie weder entfernen kann, noch kann sie Marina aus ihrer Freundschaftsliste löschen ... die nicht tot zu sein scheint. Rasch wird Laura zur Außenseiterin, von der sich Freunde distanzieren und für die ein Kampf um ihre engen Freunde und im Endeffekt das eigene Leben beginnt...

"Unfriend" ist ein Psychoschocker des digitalen Zeitalters, der größtenteils deswegen zum Nachdenken bringt, weil man selbst vielleicht viel zu viel von sich postet und immer darauf vertraut, dass die Systeme auch immer reibungslos funktionieren. Und wenn nicht? Zu viel Zeit zum Nachdenken lässt der Streifen dann aber auch wieder nicht, bevor der nächste Schock-Effekt mit filmisch einfachen, aber wirksamen Mitteln zuschlägt. Durchaus ein Film, den man sich anschauen kann, aber auch kein Muss.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)