VAIANA
Animation
Regie:  Ron Clements, John Musker
Dauer:  107 Minuten
FSK:  freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website:  filme.disney.de/vaiana
 

Dass Disney mal ein Marketing-Lapsus passiert, hätte man kaum für möglich gehalten. Dass er sich nicht groß negativ auswirken wird, schon eher. Bevor vermutlich 2018 "Die Eiskönigin" fortgesetzt wird, befördert uns Disneys großer Weihnachtsfilm "Vaiana" dieses Jahr in gegensätzliche Gefilde, die Inselwelt des Südpazifik. In den USA lief der Film unter dem Titel "Moana" schon vor einigen Wochen rekordträchtig an und hatte nach dem zweiten Wochenende bereits knapp 120 Mio US-Dollar eingespielt. In Europa nun musste der Titel geändert werden, da in einigen Ländern das Warenzeichen Moana bereits anderweitig eingetragen war. Das tut der Freude aber keinen Abbruch.

Die Regisseure Ron Clements und John Musker, denen wir bereits Klassiker wie "Arielle, die Meerjungfrau" und "Aladdin" zu verdanken haben, bescheren uns einen wieder mal sehr gut gelungenen Film, an dem Jung und Alt ihren Spaß haben. Vaiana ist ein furchtloses, natürlich aber niedliches Mädchen, welches eine besondere Verbindung zum Ozean spürt, wobei ihr Vater, ein Stammeshäuptling, es aber verbietet, das vorgelagerte Riff im weiten Nass zu überqueren. Hierfür hat er seine Gründe, Vaiana aber spürt, dass es ihrer Insel immer schlechter geht, und so möchte sie das Geheimnis ihrer Vorfahren entschlüsseln, um zu helfen. Heimlich macht sie sich auf zu einer abenteuerlichen Reise über das Meer - nur mit dem trotteligen Hahn an Bord. Bald schon trifft sie den legendären und selbstverliebten Halbgott Maui (im Original gesprochen von Dwayne Johnson), der das fortschreitende Verderben einst durch einen Diebstahl eingeleitet hat, der aber zuerst nicht gewillt scheint, Vaiana zu helfen...

"Vaiana" weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Animationen der südpazifischen Inselwelten und deren Einwohner sind klasse, vor allem auch die ausdrucksstarke Bewegung in Mauis Tätowierungen ist stark. Die Handlung ist nicht völlig unvorhersehbar, bereitet aber trotzdem viel Freude und weiß auch wieder witzige Dialoge aufzuweisen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und es gibt auch wieder einige starke Songs, die ins Ohr gehen. Im der deutschen Fassung singt Helene Fischer den Song zum Film, "Ich bin bereit", das passt auch gut. Ein Spaß für die ganze Familie, der Sonne in die trüben Tage bringt.



Wertung: 9 von 10 Punkten




Wir verlosen zum Kinostart zwei Fanpakete mit je einem Soundtrack und einem Notizbuch. Zur Teilnahme einfach hier klicken. Einsendeschluss ist der 22. Februar 2017. Viel Glück!

(Tobi)