VERBORGENE SCHÖNHEIT
Darsteller:  Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris
Regie:  David Frankel
Dauer:  96 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/verborgene_schoenheit.html
 

Manchmal steckt auch in Momenten größten Leids etwas, was sich als Positiv heraus stellt, als schön angesehen werden kann, zumindest mit etwas Abstand. Der neue Film von David Frankel ("Marley & Ich", "Der Teufel trägt Prada" - und Oscar-ausgezeichnet für den Kurzfilm "Dear Diary") versucht, dies zu umzeichnen, scheitert hierbei aber ziemlich.

Will Smith spielt Howard Inlet, einen erfolgreichen Miteigentümer einer New Yorker Werbeagentur, der sich plötzlich nach dem tragischen Tod seiner jungen Tochter völlig zurück zieht, soziale Kontakte abblockt, im Büro nur noch - durchaus imposante - Domino-Stein-Formationen baut, dem Einsturz geweiht. Seine Arbeitskollegen Whit Yardshaw (Edward Norton), Claire Wilson (Kate Winslet) und Simon Scott (Michael Peña) sorgen sich völlig berechtigt sehr um ihn - weil sie ihn mögen, aber vor allem auch weil einige wichtige Kundenbeziehungen von ihm abhängen und die Agentur Gefahr läuft, hieran zu Grunde zu gehen, besonders weil Howard als Haupteigner sich weigert, die Firma zu veräußern. Mit Hilfe der Privatdetektivin Sally Price (Ann Dowd) finden sie heraus, dass Howard in seiner Verzweiflung Briefe an die Liebe, die Zeit und den Tod geschrieben hat. Ihre letzte Chance sehen sie darin, ein Trio von unbekannten Theater-Schauspielern zu verpflichten, um die Liebe, Zeit und Tod zu verkörpern und Howard so die Antworten zu liefern, die ihn zu den Entscheidungen bringen, die sie erhoffen.

So treten Amy (Keira Knightley), Brigitte (Helen Mirren) und Raffi (Jacob Latimore) auf den Plan und begegnen Howard - stets von Sally per Smartphone gefilmt, um hinterher die Videos so bearbeiten zu können, als wären sie nicht da gewesen. Nur so hoffen die Kollegen, Howard davon überzeugen zu können, dass er verrückt ist und seine Anteile an der Agentur verkaufen sollte.

Beim Anschauen des Films hat man spätenstens in der zweiten Hälfte den Eindruck, die Idee hätte weit mehr Potenzial gehabt, und das letztendliche Ergebnis kommt dann doch ziemlich enttäuschend daher. Von den Stars weiß Keira Knightley sehr gut auszusehen, und Helen Mirren gefällt auch, aber alle haben schon weit bessere Rollen gesehen. Die Handlung wirkt doch sehr konstruiert und fesselt einen so leider wenig. Es ist schade, dass die anfangs vermittelte emotionale Einbindung so schnell wieder aus der Hand gegeben wird und der Streifen dann doch nicht mehr als absolutes Mittelmaß abzuliefern weiß.



Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)