Verbrechen verführt



D: Minnie Driver, Mary McCormack, Kevin McNally, R: Mel Smith, 86 Min.

Englands Comedy-Star Mel Smith, der spätestens mit "Bean" auch als Regisseur überregionale Bekanntheit erlangte, nachdem man ihn aus Filmen wie "Puppenmord" (mit seinem festen Komödienpartner Griff Rhys-Jones) ja längst schon als Darsteller kannte, bringt uns mit "Verbrechen verführt" eine flotte Krimikomödie auf die Leinwände.
Shannon (Minnie Driver) spielt eine voll im Leben stehende Krankenschwester, die gerade ihren Freund resolut aus der Wohnung geworfen hat, da der sich mehr mit dem Abhören fremder Privatleitungen oder Funknetze beschäftigt hat als mit ihr. Ihre beste Freundin Frances (Mary McCormack) ist eine amerikanische Schauspielerin, die von einer Filmkarriere träumt, sich aber mit Rollen in miesen Theaterstücken und billigen Jobs als Synchronsprecherin mehr schlecht als recht über Wasser hält. Durch das noch vorhandene und sogar noch angeschaltete Equipment von Shannons Ex lauschen die Beiden ungewollt einem Telefonat, das von einem Bankraub in ihrem Londoner Stadtviertel handelt. Ein Schmiere stehender, nicht gerade schlauer Geselle hat hierbei nichts Besseres zu tun, als seine Angehimmelte anzurufen und ihr live vom Raub zu erzählen. Als die Mädels begreifen, dass es sich hierbei nicht um ein Hörspiel, sondern um die Realität handelt, nutzen sie nach kurzem Zögern ihre Kenntnisse und nehmen über die notierte Handynummer des Telefonierers Kontakt zu den Gangstern auf, um Schweigegeld zu verlangen. Bei den Einbrechern bricht hieraufhin leichtes Chaos aus, und Gangsterboss Mason (Kevin McNally) will nur Eines - die Ladies müssen um die Ecke gebracht werden...
"Verbrechen verführt" ist ein witziger, rasanter Streifen, der locker gemacht ist und daher viel Spaß bereitet.

Wertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi)