The Village - Das Dorf



D: Bryce Dallas Howard, William Hurt, Joaquin Phoenix, R: M. Night Shyamalan, 108 Min.

Man sieht ein Dorf. Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts. Über diesem schwebt Angst. Angst vor denen "über die wir nicht reden". Im Wald um das Dorf herum leben diese mysteriösen Kreaturen, mit denen eine Art Waffenstillstand länger schon gut geklappt zu haben scheint. Alles Rote im Dorf wird vernichtet oder vergraben, weil es die Kreaturen verärgern würde. Na gut. Am Rand zum Wald werden Mutproben veranstaltet - wer am längsten mit dem Rücken zum Wald auf einem Pfahl steht, hat gewonnen. Doch kaum knackt es im Unterholz, schon rennen die Mutwilligen davon. Trotz dieser Angst herrscht Harmonie im Dorf. Die Ältesten um Bürgermeister Edward Walker (William Hurt) werden bei Entscheidungen um Rat oder Erlaubnis gefragt, und die Liebe scheint aufzublühen, vor allem zwischen dem stillen Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) und der blinden Ivy Walker (Bryce Dallas Howard). Doch Lucius plagt die Neugier auf das Leben jenseits des Waldes - er fragt den Ältestenrat ein ums andere Mal, ob er den Wald nicht durchqueren dürfe. Nein, das darf er nicht. Und doch wagt er sich, auch entgegen den Ratschlägen seiner Mutter (Sigourney Weaver), einige Schritte hinein und pflückt einige rote Beeren. Die Kreaturen reagieren gereizt - gehäutete Tiere liegen plötzlich auf den Wiesen, Warnzeichen prangern an den Häusern, und einmal scheinen die Wesen sogar anzugreifen. Als plötzlich ein Unglück durch den anscheinend geistig verwirrten Noah Percy (Adrien Brody) passiert, überschlagen sich die Ereignisse - Ivy muss in die Stadt, um Medikamente zu besorgen, durch den Wald, ganz alleine...

M. Night Shyamalan gelang vor einigen Jahren mit seinem "Sixth Sense" ein großartiger Film. Der Nachfolger "Unbreakable" wusste nicht mehr zu begeistern, "Signs" noch weniger. Mit "The Village" aber kehrt der Drehbuchautor, Produzent und Regisseur nun wieder zu alter Stärke zurück. Mystisch, bedrohlich und an die Urängste apellierend setzt er uns ein Dorf mitsamt Waldkreaturen vor die Nase. Was für Wesen sind das? Was liegt hinter dem Wald. Und in welcher Zeit spielt der Film überhaupt? Viele Fragen, lange keine Antworten. Dafür gibt es Dorfleben, und dieses ist dann eben doch nicht ganz so harmonisch, wie es sein könnte. Es knackt im Gehölz. Das hält den Film spannend, das Finale ist der I-Punkt.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)