V WIE VENDETTA
Darsteller:  Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea
Regie:  James McTeigue
Dauer:  132 Minuten
Weblink:  www.VwieVendetta.de
 

Vor dem Hintergrund eines fiktiven totalitären Staates im Großbritannien der Zukunft, erzählt "V wie Vendetta" die Geschichte einer jungen Frau aus der Arbeiterklasse namens Evey (Natalie Portman), die von einem maskierten Mann (Hugo Weaving), der unter dem Pseudonym "V" bekannt ist, aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet wird. V, ein zugleich belesener, exzentrischer, empfindsamer und intellektueller Mensch, hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger von jenen verschrieben, die sie bis zur vollkommenen Gleichgültigkeit terrorisiert haben. Aber er ist auch ein verbitterter, rachsüchtiger, einsamer und brutaler Mensch, der von seiner persönlichen Vergeltungssucht getrieben wird. In seinem Bestreben, die englischen Bürger von der Korruption und Grausamkeit der Regierung zu befreien, verdammt er die tyrannische Natur der Führungsriege und fordert seine Mitbürger auf, mit ihm am 5. November – dem traditionellen Guy Fawkes Day – vor das Parlament zu ziehen. An jenem Tag des Jahres 1605 entdeckte man Guy Fawkes und 36 Fässer Schießpulver in einem Tunnel unter dem Parlamentsgebäude. Er und seine Mitverschwörer hatten als Hochverräter den so genannten Gunpowder Plot als Reaktion auf die tyrannische Regierung unter James I. geplant. Fawkes und die übrigen Saboteure wurden gehängt, ausgeweidet und gevierteilt – ihre Umsturzpläne wurden nie ausgeführt. Im Geiste dieser Rebellion, in Erinnerung an diesen Tag, schwört V, Fawkes' Plan durchzuführen, wie er für den 5. November 1605 vorgesehen war: Er will das Parlament in die Luft sprengen. Als Evey Vs Geheimnis auf die Spur kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit – und entwickelt sich zu einer unerwarteten Verbündeten bei seinem Ziel, Freiheit und Gerechtigkeit für eine durch Grausamkeit und Korruption unterdrückte Gesellschaft zurückzugewinnen.

Mit "Von den Machern der Matrix-Trilogie" wird "V wie Vendetta" beworben - allerdings kehren die Wachowski Brothers hiermit nicht zu alter Stärke zurück, sondern liefern - wie am Schluss bei "Matrix" ja auch - eher dürftigen Stoff ab. Einzig Natalie Portman verleiht dem Film Klasse, und selbst sie hat man schon besser gesehen, wobei sie aus einer langweiligen Handlung wie dieser auch nicht viel rausholen konnte. Der Kampf gegen Wahrheitsverdrehung der Mächtigen im Staat, gegen die Vergangenheit, auch gegen Unterdrückung von Randgruppen und Befehlsmacht - er wurde schon oft weit besser angerichtet. Der maskierte Mann im stilvoll eingerichteten Heim kommt nicht so mysteriös daher wie gewollt, vor allem aber verfehlt es die Handlung, Spannung zu erzeugen. So erfreut man sich an dem einen oder anderen Bild, aber nicht insgesamt am Film, der streckenweise arg vor sich hin plätschert.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)