White Chicks



D: Marlon Wayans, Shawn Wayans, Jaime King, R: Keenen Ivory Wayans, 107 Min.

Nach einigen beruflichen Fehlschlägen rangieren die beiden Agenten Marcus und Kevin Copeland (Marlon und Shawn Wayans) ganz am Ende der FBI-Nahrungskette. Als zwei verwöhnte Society-Zicken, die Milliardärs-Töchter Brittany und Tiffany Wilson (Maitland Ward und Anne Dudek) entführt werden sollen, werden folglich nicht Marcus und Kevin, sondern ihre Kollegen und größten Rivalen, mit dem wichtigen Fall beauftragt. Für Kevin und Marcus bleibt nur der undankbare Job, die Gucci-gekleideten Gören sicher vom Flughafen in ihr Hotel auf den Hamptons zu eskortieren. Doch selbst diese simple Aufgabe scheitert an widrigen Umständen: Denn Tiffanys verwöhntes Schoßhündchen verursacht prompt einen Verkehrsunfall, bei dem sich die beiden Mädchen kleine Bagatell-Blessuren einfangen – zumindest ihre operierten Lippen und Nasen. Als sich die beiden eitlen Erbinnen daraufhin weigern, sich derart entstellt bei einem wichtigen Society-Event zu zeigen, beschließen Kevin und Marcus kurzerhand, die Diven sicher in einem Luxus-Hotel zu verwahren, während sie selbst undercover deren Stelle einnehmen. Verkleidet als reiche, weiße Mädchen mischen sich die beiden Schwarzen unter das mondäne Partyvolk auf den Hamptons und hoffen, dadurch dem Kidnapper-Ring auf die Spur zu kommen und durch diesen Fahndungserfolg auch gleichzeitig ihr ramponiertes Image beim FBI wieder etwas aufpolieren zu können. Doch schon bald müssen die beiden Agenten feststellen, dass es viel schwieriger ist als gedacht, im Haifischbecken der High Society zu überleben…

"White Chicks" ist beinahe ja schon ein Familieprojekt. Comedyexperte Keenen Ivory Wayans ist für Regie, Drehbuch, Story und Produktion verantwortlich, seine Brüder Marlon und Shawn spielen die Hauptrollen. Das Ergebnis ist besser als man vielleicht erwarten konnte - einerseits eine Persiflage auf reiche Ins-Rampenlicht-Drängerinnen a la Paris und Nicky Hilton, andererseits eine einfach nur witzige Komödie mit guten Dialogen und den Wayans-Brüdern in Bestform. Weniger klamaukig als befürchtet, dafür dank guter Gags umso lustiger.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)