Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern



D: Sandra Bullock, Ellen Burstyn, Ashley Judd, R: Callie Khouri, 112 Min.

Sidda Lee Walker (Sandra Bullock) geht es eigentlich gut. Sie ist eine erfolgreiche Theaterautorin in New York und plant ihre Hochzeit mit dem weitaus ruhigeren, unkomplizierteren Connor (Angus MacFadyen), mit dem sie seit Jahren zusammen lebt. Als sie in einem Interview mit dem Time Magazin ihre Mutter Vivi (Ellen Burstyn) als Versagerin in der Mutterolle bloß stellt, rastet diese aus. Aus Lousiana, wo auch Sidda aufgewachsen ist, ruft sie an, schreit herum und enterbt Sidda in ihrer Enttäuschung. Diese kontert, indem sie ihrer Mutter eine Einladung zu ihrer Hochzeit schickt, aus der sie Ort und Datum herausgeschnitten hat. Der Streit hat aber noch größere Auswirkungen, da Sidda der Mut verlässt, Connor zu heiraten. Zu Hilfe kommen die drei engsten Freundinnen von Vivi (Fionnula Flanagan, Shirley Knight, Maggie Smith). Als Mädchen haben sie Blutbrüderschaft geschlossen, sind seitdem die Ya-Ya-Schwestern. Nach Absprache mit Connor verschleppen sie Sidda, da sie der Meinung sind, dass sie mehr über ihre Mutter erfahren muss. Einige Rückblicke auf Vivis Jugend und Leben als junge Frau (Ashley Judd spielt sie hier), anhand des Fotoalbums "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern" für Sidda anschaulich gemacht, machen klar, warum Vivi zu dem exzentrischen, auch für ihren lieben Mann (James Garner) kaum erträglichen Wesen geworden ist, das sie heute lebt. Finden Mutter und Tochter so wieder zueinander?

Callie Khouri gelingt es gut, die völlig verschiedenen Charaktere im Film klar zu umreißen und den Grund für ihre Gemütslage nach und nach offen zu legen. Jede Figur hat ihre eigene Vergangenheit, keiner hier ist nur Füllstoff. Der Film bietet gute Unterhaltung mit Starbesetzung, von der vor allem Ashley Judd heraus ragt, die die Vivi in mittleren Jahren mit Hingabe spielt.

Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)