Zoolander

D: Ben Stiller, Owen Wilson, Christine Taylor, R: Ben Stiller, 89 Min.

Wenn Ben Stiller, einer der besten Komödianten Hollywoods, nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch noch Regie führt, Co-Autor war und produziert, dann kann man Lustiges erwarten. "Zoolander" basiert auf einem Charakter, den er zusammen mit dem Autor und Produzent von "MTV Movie Awards", Drake Sather, für die VH1/Vogue Fashion Awards 1996 kreiert hatte - Derek Zoolander. Als männliches Top-Model ist Zoolander (natürlich Stiller selbst) seit Jahren erfolgreich, keiner kann ihm das Wasser reichen - so denkt er, auch wenn in letzter Zeit mit dem coolen Lebemann Hansel (Owen Wilson) Konkurrenz um die Spitzenposition in Erscheinung getreten ist. Als Hansel dann - für Zoolander völlig unerwartet - zum besten männlichen Model des Jahres gewählt wird, bricht für den in Sachen Intelligenz limitiert ausgestatteten Mann mit dem Stahl-Blick alles zusammen. Kurz darauf verkündet er seinen Rückzug aus dem Business, um sich wahren Werten im Leben zu widmen - er will Kindern mit Leseproblemen helfen und heuert sogar unter Tage an, wo sein Vater seit jeher arbeitet, der davon alles andere als begeistert ist. Der Modezar Mugatu (Will Ferrell), der ihn früher nie gebucht hatte, holt ihn schließlich nach kurzer Auszeit zurück auf den Laufsteg. Zoolander ahnt jedoch nicht, dass er nur als ausführendes Organ für den Mord am malaysischen Ministerpräsidenten gedacht ist, und nach einer Hirnwäsche ist er hierauf programmiert. Nebenbei freundet er sich mit der hübschen Journalistin Matilda (Christine Taylor) vom Time Magazin mehr und mehr an, und als sie beide über Mugatu Nachforschungen anstellen, begreifen sie sein teuflisches Treiben. Nun müssen sie Zoolander vor dem Mörderdasein retten...

Im Gegensatz zu den Trailern zum Film, die ihn alles andere als schmackhaft gemacht haben, ist der Streifen durchaus erheiternd, als Satire auf das Modebusiness und auf James Bond-artige Bösewichts-Stories. Gegen Ende allerdings wird die bis hierhin lockere Story immer blöder und nervt dann sogar etwas, was wirklich schade ist. Bereichernd sind die vielen Cameo-Auftritte von Stars wie David Bowie, Lenny Kravitz, Billy Zane, Winona Ryder, Fred Durst, Garry Shandling, Gwen Stefani und Donald Trump, die allesamt sich selbst als Promis verkörpern. Auch viele der wirklichen führenden Models und Fashionstars wie Claudia Schiffer, Veronica Webb, Tommy Hilfiger, Tom Ford und Tyson Beckford sind jeweils kurz mit von der Partie. Fazit: anfangs völlig okay und witzig, zum Schluss aber langweilig.

Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)