ZWISCHEN ZWEI LEBEN
Darsteller:  Kate Winslet, Idris Elba, Beau Bridges, Dermot Mulroney
Regie:  Hany Abu-Assad
Dauer:  112 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.fox.de/zwischen-zwei-leben
Facebook:  facebook.com/20thCenturyFoxGermany
 

"Zwischen zwei Leben" basiert auf dem Roman "Erzähl mir dein Herz" von Charles Martin, der nun natürlich auch nochmal unter neuem Titel veröffentlicht wird - wobei es sich nicht erschließt, warum der "alte" Titel nicht auch für den Film übernommen wurde, sind doch beide vom Originaltitel "The Mountain Between Us" ähnlich weit weg. Nachdem es 2012 bereits Meldungen gab, dass Regisseur Gerardo Naranjo sich dem Stoff annehmen würde und dass man für die männliche Hauptrolle in Verhandlungen mit Michael Fassbender sei, wurde hier noch mächtig umgeplant, so dass letztendlich der niederländisch-israelische Regisseur Hany Abu-Assad (zweifach Oscar®-nominiert für "Paradise Now" und "Omar") mit Idris Elba und Kate Winslet als Hauptakteuren filmte.

Die Beiden spielen den Chirurgen Ben Bass und die Fotografin Alex Martin, die sich am Flughafen kennen lernen, als ihr Flug auf Grund einer Sturmwarnung gestrichen wird. Die Gründe der beiden, warum sie es eilig haben, sind völlig unterschiedlich: Er muss am nächsten Tag operieren, bei ihr steht die Hochzeit an. Und doch sitzen sie nun im gleichen Boot, bzw. bald in einem Kleinflugzeug, dass sie mieten, denn der Privatpilot Walter (Beau Bridges) ist überzeugt, trotz des Sturms sicher das Ziel zu erreichen.

Dem ist dann leider nicht so. Walter erleidet einen Herzinfarkt und das Flugzeug stürzt auf einem verschneiten Berggipfel ab. Alex und Ben überleben zwar, doch sie befinden sich inmitten eisiger Kälte, irgendwo im Nirgendwo - und hier ist weder Zivilisation zu sehen, noch funktionieren die Mobiltelefone. Auf Grund der Situation kommen schnell Konflikte auf, und doch müssen sie sich zusammen raufen, um eine Chance auf Rettung zu haben.

"Zwischen zwei Leben" vermag es nicht, einen so zu packen, wie es die Handlung eigentlich hergeben könnte. So ziemlich alles, was in der ersten halben Stunde des Films passiert, wirkt unglaubwürdig, und hier wissen auch die erfahrenen Darsteller noch nicht zu überzeugen. Das bessert sich dann durchaus, je mehr der zwischenmenschliche Konflikt zwischen Ab- und Zuneigung in den Fokus gerät, und sobald sich die Handlung auch mehr vom Flugzeugwrack weg bewegt. Natürlich steuern verschneite, einsame Berglandschaften auch optischen Reiz bei, dem man sich nicht entziehen kann. Insgesamt somit ein Film, den man sich schon anschauen kann, der aber keine Empfehlung darstellt.



Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)