Las Ramblas und Hafen    Auf den Spuren Antoni GaudÝs    Museen    Ausflug in DalÝs Welt
BARCELONA BUS TURISTIC
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Eine gute Möglichkeit, als Barcelona-Besucher einen Blick auf die Stadt und viele der Sehenswürdigkeiten werfen zu können, sind die Stadtrundfahrt-Busse von Barcelona Bus TurÝstic. Die großen, oben offenen Doppeldecker-Busse sieht man überall in der Stadt herum rollen, zumindest im Zentrum und an den für Touristen wichtigen Plätzen. Das Gute ist, dass hier für die Dauer der Ticketgültigkeit das "Hop On Hop Off"-Prinzip gilt, man muss also nicht die ganze Fahrt auf einmal wahrnehmen, sondern kann nach Belieben zum Besichtigen einer Sehenswürdigkeit an einer der vielen Haltestellen aus- und später dann wieder einsteigen. Stadtführer des "Turisme de Barcelona" erklären einem während der Fahrt, mehr aber an den Zielpunkten, was man hier zu sehen bekommt - die Qualität und Menge dieser Erläuterungen variiert allerdings etwas in Abhängigkeit der Person am Mikrofon. Zusätzlich bekommt man ein Heft mit kleinen Texten zu den Sehenswürdigkeiten, in sechs Sprachen, einen kleinen Stadtplan und ein Gutscheinheft, mit dessen Hilfe man bei sehr vielen Attraktionen wie auch einigen Restaurants Ermäßigungen erhält - dies lohnt sich wirklich. Zwei Routen werden von den Bussen gefahren, jeweils am Plaša Catalunya startend. Die rote Linie entpuppt sich anfänglich als sehr GaudÝ-freudig, führt die Passeig de GrÓcia hinauf an "Casa Batllˇ" und "Casa MilÓ" vorbei, dann zur "Sagrada Familia", bevor es hoch zu einer Haltestelle nahe dem "Parc Güell" geht. Dann geht es südwestlich über eine Haltestelle der "Tramvia Blau"-Straßenbahn zum Kloster "Monestir de Pedralbes", zum "Palau Reial" (den man allerdings vom Bus aus nicht sieht) und zum Stadion des FC Barcelona. Die Av. Diagonal lang geht es zurück und die Balmes runter, bis man wieder am Plaša Catalunya landet. Die blaue Linie fährt ebenfalls zu "Casa Batllˇ" und "Casa MilÓ", biegt dann aber Richtung Süden ab, am Bahnhof Sants vorbei zum Plaša d'Espanya und zum "CaixaForum". Von hier kann man den Olympiahügel Montjuic optimal per Fuß erkunden, oder aber man bleibt im Bus, der einen zum "Poble Espanyol", zum "Museu Nacional d'Art de Catalunya", zu den olympischen Stätten und zum Mirˇ-Museum bringt. Dann geht es wieder hinab, an den "Miramar-Jardins Costa i Llobera" vorbei ins Hafengebiet, zum "World Trade Center", zur Columbus-Säule und Port Vell mit dem Einkaufszentrum "MaremÓgnum" und dem Aquarium. Am "Museu d'Historia de Catalunya" vorbei macht der Bus noch einen Abstecher zum olympischen Dorf, bevor es zum Zoo und zum "Parc de la Ciutadella" geht. Über "Pla de Palau" kommt man dann durch das "Barri G˛tic" wieder zum Plaša Catalunya. Im gegensatz zu anderen Städten, wo einige Stadtrundfahrten nur im Zentrum ihre Kreise drehen, lohnen sich diese Strecken in jedem Fall, da man sie nicht mal schnell zu Fuß bewältigen kann, und im Gegensatz zur U-Bahn sieht man hier auch während der Fahrt einiges von der Stadt, was einem sonst verborgen geblieben wäre. Die Busse fahren jeden Tag ab etwa 9 Uhr morgens alle 5 bis 25 Minuten, abhängig von der Jahreszeit. Die rote und blaue Route dauern jeweils ca. zwei Stunden, wenn man nicht aussteigt. Momentan (Sommer 2004) kostet ein Tagesticket 16 Euro, für Kinder (4-12 Jahre) 10 Euro. Mehr noch lohnt sich ein Zwei-Tages-Ticket für 20 Euro, ermäßigt 13 Euro. Tickets gibt es im Bus oder aber an den Informationsstellen des Turisme de Barcelona. Aktuelle Informationen findet man auf der Website.

LAS RAMBLAS UND HAFEN

Die bekannteste Straße der Stadt ist ein Boulevard, der sich vom Hafen bis zum Plaša Catalunya ersteckt. Von dort geht er als Rambla Catalunya sogar noch bis zur Av. Diagonal doppelt so lang weiter, jedoch brodelt das Leben nur so richtig im unteren Abschnitt. Während rechts uns links Autos fahren und Geschäfte zum Bummeln einladen, flaniert man auf dem von Bäumen abgeschirmten Mittelstück der Ramblas, die sich auch noch einmal aufteilen. Die "Rambla de Canaletes" beginnt am Plaša Catalunya und ist Standort vieler Kioske und Treffpunkt der Fans des FC Barcelona. Die "Rambla dels Estudis" war früher von Hochschulgebäuden umrahmt, geblieben ist lediglich eine Akademie. Heute findet man hier Stände, die Vögel wie Wellensittiche, Kanarienvögel oder Papageien aus zumeist viel zu engen Käfigen verkaufen, und lebende Statuen, Straßenkünstler also. Von hier aus kann man gut ins Gotische Viertel oder zur Kathedrale abbiegen. Die "Rambla de Sant Josep" wird auf Grund der vielen Blumenstände auch Rambla de les Flors genannt. Hier findet man auch die eiserne Markthalle "Boqueria". Über das "Mosaic" von Mirˇ laufend gelangt man dann auf die "Rambla dels Caputxins", wo sich eher schräge Gestalten und noch weit mehr lebende Statuen und Straßenkünstler tummeln - und Vorsicht, auch jede Menge Taschendiebe, das Geld also bitte gut wegstecken. Hier findet man das Opernhaus Liceu und kommt auch zum Plaša Reial, wo man kurz ausspannen kann und auch mal wieder Platz hat im Gegensatz zum bunten Treiben auf den Ramblas. Diese führen mit der "Rambla de Santa M˛nica" hinunter zum Hafen, vorbei an Portraitmalern und Künstlern. So gelangt man zum

MONUMENT A COLOM

Die 1888 zur Weltausstellung errichtete, 60 Meter hohe Kolumbussäule bildet Endpunkt der eigentlichen Ramblas, auch wenn man noch den in den 90er-Jahren erschaffenen Steg "Rambla de Mar" in die moderne Hafengegend weiter gehen kann. Für 2 Euro kann man mit einem Lift zur Aussichtsplattform der Kolumbussäule hinauf fahren. Von hier hat man einen netten Blick über Stadt und Hafen - allerdings oftmals hinter Glas, in welches schon so manche Liebesbekundung geritzt wurde. (Das oben zu findende Foto der Ramblas wurde hier aufgenommen, das nebenstehende während einer Fahrt mit der blauen Linie von Barcelona Bus TurÝstic.) Barcelonas Hafen und Strandpromenade erstrahlen seit den Olympischen Spielen 1992 in neuem Glanz - allerdings ist die Modernisierung des Port Vell Streifens bei Stadtbewohner sehr umstritten gewesen. Das von den einheimischen Architekten Helio Pi˝ˇn und Albert Viaplana entworfene Einkaufszentrum MaremÓgnum steht direkt neben dem Aquarium. Besonders hieran ist ein 80 Meter langer, gläserner Tunnel, der einem auf einem langsam voran fahrenden Laufband direkt unter und neben einem großen Becken mit Haien und Rochen her führt - allerdings ist der Eintritt recht teuer. Noch ein Gebäude weiter findet man das IMAX-Kino, welches durch seine riesige Leinwand und neueste Technik mal ganz anderes, noch beeindruckenderes Seherlebnis bereitet. Schlendert man nicht zum Port Vell, sondern um den Hafen herum, dann gelangt man auch zu einem Strandstück, an dem man ausspannen oder auch ein Bad im Meer nehmen kann. Kaum eine europäische Großstadt hat all dies so nah beieinander.

AUF DEN SPUREN ANTONI GAUDIS...
 


...wandelt man als Besucher automatisch, hat der Architekt mit seinen wundervollen Bauten Barcelona doch geprägt wie kein anderer.

Aus dem Stadtbild heraus ragen die riesigen Türme der unvollendeten Kathedrale Sagrada Familia, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen. Im Jahr 1883 hatte GaudÝ im Alter von 31 Jahren den Auftrag übernommen, die bereits im Bau befindliche 'Kirche der Armen' weiter zu entwickeln und zu beenden. Da dies nur mit Spendengeldern geschehen sollte, ging es recht langsam voran und so prophezeite GaudÝ selbst schon 200 Jahre Bauzeit. Als GaudÝ 1926 von einer Straßenbahn erfasst wurde und starb, kam der Bau lange zum erliegen. Erst nach Bürger- und Zweitem Weltkrieg ging es 1952 mit dem Bau nach GaudÝs Plänen weiter, wobei dieser einiges offen gelassen hatte, um nachfolgenden Generationen Mitspracherecht bei der Gestaltung einzuräumen. Inzwischen ist das Dach des Hauptschiffes fast fertig und so soll bald schon der erste Gottesdienst in der Kathedrale stattfinden, während die komplette Fertigstellung frühestens für 2022 erwartet wird. Sieht man von weitem nur die auch schon spannenden Türme der Sagrada Familia, so ist sie aus der Nähe doch umso faszinierender und steckt wie alles von GaudÝ voller beeindruckender Details. Die drei Fassaden stellen das Leben Christis in kubistisch inspirierten Szenen dar. Die bei GaudÝs Tod bereits fertig gestellte Ostfassade zeigt die Geburt Jesu, die Westfassade seinen Leidensweg, die Südfassade das Jüngste Gericht. Im Inneren der Kathedrale gibt es ebenfalls viel zu entdecken - von den vielen Säulen über bunte Fensterelemente bis zu einem Aufstieg in die Türme oder einem Abstieg in die Kellerwelt. Doch dieser Prachtbau ist bei weitem nicht das Einzige, das der 1852 in Reus geborene Antoni GaudÝ i Cornet der Stadt hinterlassen hat.

Orientieren wir uns vom Plaša Catalunya aus nordwärts, so findet man man auf der linken Seite des Passeig de GrÓcia nach kurzem Weg das "Casa Batllˇ", welches durch seine knöchern wirkende, geschwungene Fassade nicht zu übersehen ist. 1904 wurde GaudÝ vom Textilfabrikanten Josep Batllˇ i Casanovas beauftragt, sein Wohnhaus neu zu gestalten. Innerhalb von nur drei Jahren verwandelt GaudÝ das ganze Haus in einen Kunstpalast, in dem Wellenlinien an Stelle gerader Formen dominieren. Ob Lichtschacht, Kamin, Fenster, Säulen, Decken, Treppen, Spiegel oder die wundervollen Holztüren, hier ist beinahe jedes Utensil einen Besuch wert. Auf dem Dach findet man dazu noch bunte, GaudÝ-typische Mosaiktürmchen. Mittels eines kleinen handlichen Tonbandgerätes kann man sich auch in deutscher Sprache durch das Haus führen lassen. der Eintritt ist nicht billig (um die 15 Euro), aber er lohnt sich für Fans des Architekten in jedem Fall. Ebenfalls auf dem Passeig de GrÓcia findet man nicht weit entfernt auf der anderen Straßenseite das heute der Caixa de Catalunya gehörende Eckhaus "Casa MilÓ", das GaudÝ von 1906 bis 1910 für Pere MilÓ erbaute. "La Pedrera" wird das Gebäude weitläufig genannt, der Steinbruch, da die wellenförmige Kalksteinfassade ein wenig an einen solchen erinnert. Hier geht es nicht ganz so detailfreudig zu wie im "Casa Batllˇ", sondern gewaltiger, wuchtiger. So richtig interessant wird es erst oben, im von Parallelbögen durchzogenen Dachstuhl und vor allem auf dem wellenförmigen Dach selbst, wo GaudÝ einen Wald aus Schornsteinen in kunstvoll mit Tonscherben dekorierte Figuren verwandelte, man Treppenwellen auf und ab steigt und hierbei über die Stadt blickt. Dass dies möglich ist, verdankt man dem Umstand, dass der Stadtrat Barcelonas seine Drohung nicht wahr machte, das oberste Stockwerk des als zu hoch erachteten Hauses abzutragen - man erkannte es doch noch rechtzeitig als Kunstwerk. 1984 wurde das "Casa MilÓ" als erstes im 20. Jahrhundert errichtetes Gebäude von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Auf alle der von Antoni GaudÝ in Barcelona zu findenden Sehenswürdigkeiten möchten wir nicht eingehen, eine aber darf nicht fehlen - der Parc Güell. Im Jahr 1900 wurde der Architekt von seinem Freund und Mäzen, dem Graf Eusebi Güell, beauftragt, auf dem Hügel der Muntanya Pelada eine Gartenstadt nach englischem Vorbild zu errichten. Der eigentlichen Plan, 60 dreieckige Wohnparzellen zu verkaufen, schlug fehl - lediglich GaudÝ selbst und ein Freund erwarben je eine Parzelle. Im Musterhaus, in dem GaudÝ selbst ab 1906 lebte, findet man heute das "Museu Casa GaudÝ". Übrig blieb der 15 Hektar große, wundervoll gestaltete und teilweise überaus kunstvolle Park, der später von der Stadt gekauft und in den 20er-Jahren für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. An seinem Haupteingang im Carrer Olot findet man zwei ovale Pavillons im typischen Stil des Architekten, hier an Pilze erinnernd. Einige Meter weiter schreitet man Treppen hinauf, in deren Mitte man zwei Brunnen findet, einen mit einem bunten Schlangenkopf, einen mit der berühmten, bunten, mosaikgekachelten Salamander-Echse, die zu einem weiteren Wahrzeichen Barcelonas wurde. Im Park findet man so einiges mehr - eine von schiefen Säulen getragenen Halle (Sala Hipˇstila), darüber einen großen Platz mit sich wie eine Schlange windenden Bankreihen aus Kachelbruchstücken am Rand, einen gewundenen Stein-Viadukt oder den teilweise mallorquinischen Wachturm Capelya. Zusätzlich hat man von einem großen Steinkreuz auf einem der Hügel aus einen grandiosen Weitblick über die Stadt bis hinunter zum Hafen. An kaum einem Ort treffen sich Kunst und Erholung in einem so beeindruckendem Ausmaß.

MUSEEN...

...gibt es in Barcelona viele - wir möchten zwei von ihnen empfehlen. Wie das nebenstehende Bild unschwer erraten lässt, ist eines hiervon das Museu Picasso. Eines der wichtigsten dem berühmten Maler gewidmeten Museen liegt im Herzen der Stadt, in der er einige Jahre seiner Jugend verbracht hat. Man findet das Museum in fünf mittelalterlichen Gebäuden der Carrer de Montcada in der unteren Hälfte des Barri G˛tic, nicht weit von der Kathedrale oder dem Parc de la Ciutadella samt Zoo. Pablo Picasso selbst schenkte der Stadt Barcelona zuerst 1917 sein Bild "Der Harlekin", dann später viele weitere Werke für das Museum. Zudem sicherte er zu, der Stadt bis zu seinem Tod von jedem neuen Druck einen Abzug zu schenken. Als Picassos Freund und Sekretär Jaume SabartŔs 1968 starb, vermachte er seine private Sammlung von Picassos Kunstwerken ebenfalls der Stadt - und der Maler gab noch einmal die gleiche Menge an Werken dazu. Im oberen Stockwerk findet man frühe Radierungen, Studienzeichnungen, Akte und Skizzen. Weltweit ist hier die größte Sammlung von Picassos Frühwerk zu finden, auch aus der Blauen und Rosa Periode - mehr als 200 Ölgemälde und 700 Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle auf Papier sowie mehr als 800 Skizzen. Man ist begeistert, wie toll Picasso bereits in jungen Jahren malte, und man sieht noch einmal, dass er hier noch realistisch fungierte, während er sich später ja dem Kubismus zuwandte. Natürlich findet man auch viele dieser späteren Werke Picassos, vor allem die Velazques-Neuinterpretationen "Las Meninas". Tipp: Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt kostenlos, dann sollte man aber früh kommen, da es entsprechend voll ist.

Ein weiterer Tipp für einen Museumsbesuch ist die Fundaciˇ Joan Mirˇ. Auf dem Montjuic gelegen findet man hier Werke, die der Künstler größtenteils selbst gestiftet hat. Neben etwa 200 Bildern, 150 Skulpturen und 5000 Skizzen findet man einige imposante Wandteppiche (siehe Foto). Die Ausstellung umfasst vor allem Mirˇs frühe und spätere Werke, die mittlere Schaffenszeit ist hingegen eher schwächer vertreten. Mirˇs Werk wirkt durch seine oftmalige Konzentration auf die Primärfarben verspielt, dann aber teilweise auch wieder schräg. Bei den Einwohnern von Barcelona ist Mirˇ noch beliebter als Picasso, schlichtweg auf Grund der Tatsache, dass er wirklich aus der Stadt stammt. Nicht versäumen sollte man, sich das Museumsgebäude mit seinen Terrakotta-Fliesen und schön geschwungenem Dach auch von außen anzuschauen - einige Skulpturen stehen ebenfalls rund herum und der Blick über Barcelona ist auch erwähnenswert. Im Sommer finden im Museum sogar noch zusätzlich Konzerte statt.


DIE SONSTIGEN SEHENSWÜRDIGKEITEN...

der Stadt können wir hier leider nicht alle aufzählen, dafür gibt es zu viele. Wir empfehlen, vom Plaša d'Espanya aus den Montjuic zu Fuß zu erkunden, die Stufen hinauf und vorbei am "Museu Nacional d'Art de Catalunya" gelangt man nämlich schnell zu den olympischen Stätten und zum Mirˇ-Museum, hat einen schönen Blick über die Stadt und befindet sich in entspannender Natur.


Nicht fehlen sollte zumindest eine kurze Erwähnung der Kathedrale als Zentrum des Barri G˛tic, des Gotischen Viertels. Momentan ist die Kirche auf Grund eines Umbaus von außen leider nicht sehr schön anzusehen, normalerweise aber schon, vor allem in abendlicher Erleuchtung. Ist die Fassade ein neogotischer Zusatz aus dem 19. Jahrhundert, so stammen der Innenraum mit Taufkapelle sowie der Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert.


Wer einen Platz zum Erholen sucht und sich nicht gerade in der Nähe des Parc Güells befindet, der kann vielleicht einen Abstecher an den Strand machen oder in den Parc de la Ciutadella gehen. Dieser ist bei weitem nicht so schön, so groß und vor allem so gepflegt wie beispielsweise der Retiro in Madrid, aber um etwas Grün zu sehen und sich kurz auf eine Bank zu setzen, reicht er natürlich aus.


TIBIDABO - MUSS NICHT SEIN!

Kurz noch einige Worte zum Tibidabo. Wer nicht gerade Lust hat, für teures Geld auf einem Berg über Barcelona einen kleinen Vergnügungspark zu besuchen, der sollte auf den zeitraubenden Trip auf diesen 512 Meter hohen Berg verzichten. Die Votivkirche "El Sagrat Cor" samt Christusstatue ist bei weitem nicht so imposant und schön anzusehen, wie sich aus der Ferne vermuten lässt. Und Aussichtspunkte über die Stadt gibt es dank Parc Güell und Montjuic noch einige weit angenehmere. Noch ein Tipp: So richtig ärgern kann man sich über den sogenannten "Tibibus", eine Sonderlinie, die vom Plaša Catalunya einen Rundweg zum Tibidabo hinauf und wieder zurück fährt. Auf dem Busplan findet man den von Sir Norman Foster 1992 zur Olympiade fertig gestellten, modernen Kommunikationsturm "Torre de Collserola" als Haltepunkt - in Wirklichkeit aber fährt einen der in unserem Fall mürrische Busfahrer nicht mal annähernd in die Nähe des Turms, sondern vom Tibidabo auf schnellstem Weg wieder zurück zum Plaša Catalunya. Heraus geschmissenes Geld!

AUSFLUG IN DALIS WELT

Wer mit dem Auto in Barcelona ist und dies nicht nur für ein paar Tage, für den lohnt sich ein Ausflug die Küstenstraße der Costa Brava entlang Richtung Norden. Man sollte sich von Namen der Touristenhochburgen wie Lloret de Mar nicht abschrecken lassen, denn außerhalb der Ferienorte ist die Küstenlandschaft sehr schön. Für Kunstliebhaber empfiehlt es sich, einige wichtige Orte aus dem Leben Salvador DalÝs zu besuchen. In P˙bol hat der exzentrische Maler für seine Frau Gala ein kleines Schlösschen eingerichtet. In Figueres findet man das berühmte DalÝ-Museum (rechtes Bild), vom Künstler selbst als Gesamtkunstwerk zu Ehren seiner selbst geschaffen - er ließ sich sogar hier beisetzen. Für DalÝ-Fans ist ein Besuch ein Muss - Wartezeit am Eingang sollte aber mit eingeplant werden. Weiter Richtung Norden findet man als Naturfreund eine sehr interessante Küstenlandschaft vor, oft felsig und zerklüftet, aber wunderschön. Der malerische Küstenort CadaquÚs inspirierte nicht nur DalÝ, auch Picasso und weitere Künstler zog es von Zeit zu Zeit hierher. Im benachbarten Port Lligat, einem kleinen Küstenort, hat DalÝ lange Jahre gelebt - heute findet man hier das kleine Casa-Museu DalÝ (linkes Bild). Für dessen Besichtigung man allerdings mindestens zwei Tage im Voraus Plätze reservieren sollte, da die Besucherzahl begrenzt ist. Und wenn man schon einmal hier ist, sollte man die 10 km nach Cap de Creus Richtung Norden noch weiter fahren, zum östlichsten Punkt Spaniens und einem Leuchtturm inmitten einer kargen, felsigen, oftmals von heftigem Wind durchzogenen Mondlandschaft.