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HAFENRUNDFAHRT
www.hadag.de
 


Wer Hamburg besucht, der sollte nicht versäumen, sich das weitläufige Hafengebiet anzuschauen. Am besten begibt man sich hierfür von den St. Pauli Landungsbrücken aus auf eine Hafenrundfahrt, und man wird fasziniert sein, welche Größe der Hafen hat, wie die Containerschiffe von Nahem aussehen, wozu die Speicherstadt dient, wie die Elbphilharmonie gebaut wurde oder welche Funktion ein Dock hat, wenn es nicht gerade als Werbefläche dient. Einer der Anbieter für Hafenrundfahrten ist die HADAG Seetouristik und Fährdienst AG, die seit über 125 Jahren ihre Schiffe im Liniendienst durch den Hamburger Hafen fahren lässt. Heute tätigt die HADAG in Kooperation mit dem HVV den gesamten Fährverkehr im Hamburger Hafen, hat dazu einige Ausflugsrouten im Angebot. Eine "Große Hafenrundfahrt" gibt einem für 18,00 Euro (Kinder 4-15 Jahre 9,00 Euro) eine Stunde lang Einsichten in die Hafenwelt, fachkundig und witzig zugleich moderiert und kommentiert. Auch interessant ist eine Rundfahrt mit Speicherstadt-Besichtigung, diese finden allerdings auf Grund der teilweise niedrigen Brücken nur mit kleineren Barkassen der Konkurrenz statt.

IN DER INNENSTADT...

...Hamburgs gibt es viel zu sehen. Man sollte nicht versäumen, an der Binnenalster (siehe Bild) entlang zu schlendern, denn hier herrscht eine tolle Stimmung. Wer möchte, kann die Alster mit ihren Kanälen und Fleeten (was durchaus manchmal an Venedig erinnert) auf Schiffen erkunden, aber auch zu Fuß lohnt es sich, hier spazieren zu gehen. Umso mehr, da die Einkaufsstraßen direkt gegenüber beginnen und man so Shopping gut mit etwas optisch schönem verbinden kann.

Die typische Einkaufsgegend Hamburgs liegt nahe dem Hauptbahnhof an der Mönckebergstraße und ihrer Umgebung. Hier findet man von exquisiten Geschäften mit edler Garderobe bis zu Kaufhäusern alles, was das Herz begehrt und das Portemonnaie hoffentlich auch zulässt. Und wenn man so hin und her schlendert, kommt man nahe der Binnenalster sicher auch zum...

HAMBURGER RATHAUS

Nachdem das alte Rathaus 1842 einem Brand zum Opfer fiel, dauerte es ewig, bis durch einen Wettbewerb Martin Haller als Architekt des Neubaus gefunden und dieser dann auch als imposanter Sandsteinbau realisiert wurde. Am 26. Oktober 1897 endlich wurde das neue Rathaus eingeweiht, auf etwa 4000 Rammpfählen errichtet. Der prachtvolle Bau macht den Rathausmarkt(platz), auf dem man auch das Heinrich-Heine-Denkmal findet, zu einem unbedingten Ziel für Besucher, und auch eine Besichtigung des Rathauses lohnt sich.

Generell macht es Spaß, durch die Straßen Hamburgs zu schlendern - hier und dort gibt es architektonisch interessante Gebäude, Denkmäler oder auch einige urige Pinten zu sehen. Ein Muss für Besucher ist natürlich auch die berühmt berüchtigte Reeperbahn in St. Pauli, die tagsüber recht friedlich wirkt, sich nachts aber zum Schmelztiegel von billigen bis anspruchsvollen Sex-Shows, Prostitution, Bars, Discos, Suff und "Sau rauslassen" entwickelt. Dies kann Spaß machen, so lange man unbehelligt einen trinken gehen kann, aber einige aggressive oder kriminelle Gesellen können einem auch die Laune vermiesen. Nichts für jedermann!

Auch Kirchen gibt es einige, die einen Besuch lohnen. Die Nikolaikirche am Hopfenmarkt wurde nach dem Vorbild des Ulmer Münsters und Kölner Doms erbaut, im zweiten Weltkrieg aber zerstört, ist nun ein Ruinendenkmal. Die Jacobikirche aus dem 14./15. Jahrhundert nahe der Mönckebergstraße beheimatet die wohl berühmteste Arp-Schnitger-Orgel, Ende des 17. Jahrhundert gebaut. Das älteste Gotteshaus der Stadt ist die 1220 erbaute Petrikirche, wie das Rathaus 1842 dem großen Brand zum Opfer gefallen, aber wieder aufgebaut. Am berühmtesten und ein wirkliches Wahrzeichen der Stadt aber ist die...

ST.-MICHAELIS-KIRCHE
Englische Planke 1a
20459 Hamburg
www.st-michaelis.de
 


Der Michel, wie die Kirche von allen genannt wird, ist bekannt für Deutschlands größte Turmuhr mit einem Ziffernblatt von 8 m Durchmesser. Der Michel wurde als Ersatz für eine 1750 nach einem Blitzschlag niedergebrannte Kirche zwischen 1751 und 1762 im Barockstil erbaut. Nach dem zweiten Weltkrieg musste der Michel zehn Jahre lang rekonstruiert werden. In der Gruft liegt mit Carl Philipp Emanuel Bach der zweitälteste Sohn Johann Sebastian Bachs, der hier als Kirchenmusikdirektor agierte. Montags bis samstags um 10 Uhr und um 21 Uhr bläst ein Trompeter vom Michel herab, sonntags tut er dies um 12 Uhr. Der Kirchturm des Michel ist 132 m hoch - von einer in 82 m Höhe liegenden Plattform (zu dem man entweder 442 Stufen gehen oder einen Fahrstuhl nehmen kann) hat man einen wundervollen Rundblick über Hamburg und den nahe gelegenen Hafen, zu dem man vom Michel einen kurzen Weg direkt hinunter gehen kann.

Der Michel ist von Mai bis Oktober Mo. - Sa. 9-18 Uhr, So. 11.30-17.30 Uhr zu besichtigen, von November bis April Mo.-Sa. 10-17 Uhr, So. 11.30-16.30 Uhr.


MUSEEN

gibt es in Hamburg mit 46 vielleicht nicht so viele wie in manch anderen Großstädten, ein Besuch lohnt sich aber doch bei einigen von ihnen. Mit der Hamburg CARD hat man in manches Museum freien Eintritt oder bekommt eine deutliche Ermäßigung. Einmal jährlich findet auch in Hamburg eine "Lange Nacht der Museen" statt, bei der man mit einem Ticket bis Mitternacht Zutritt zu vielen Museen der Stadt hat - Informationen und Termin findet man hier. Bevor wir zwei Museen als Tipp ans Herz legen, hier eine kurze Übersicht einiger anderer:

Die "Hamburger Kunsthalle" sieht sich als Einrichtung für die Bürger und die Gäste der Stadt. Alte und neue Kunst soll erklärt werden. Hierzu tragen neben den Ausstellungen Diskussionen, Vorträge prominenter Künstlerinnen und Künstler sowie Gespräche bei. Die drei ineinandergeschobenen Gebäude von 1869, 1919 und 1997 geben der Kunsthalle etwas anregend Verwinkeltes - Gelegenheit, die Kostbarkeiten in diesem Schatzhaus immer wieder neu zu entdecken.

Das "Museum für Kunst und Gewerbe" ist eines von Europas bedeutendsten Museen für angewandte Kunst überhaupt. Am 25. September 2002 feierte das Museum für Kunst und Gewerbe seinen 125. Geburtstag. In dem leuchtend gelben Bau dreht sich alles um angewandte Kunst, Plastik, graphische Sammlungen und die Geschichte der Fotografie. Im neuen Schümann-Flügel sehen Sie außerdem eine Sammlung historischer Tasteninstrumente, Kunsthandwerk und Design seit 1950.

Das "Museum für Hamburgische Geschichte" zeigt, wie aus dem Missionskastell Hammaburg die stolze Hansestadt und das sprichwörtliche Tor zur Welt wurde, ist hier richtig. Das 1922 am Holstenwall eröffnete Museum verfügt heute über die größte stadtgeschichtliche Schausammlung Deutschlands. In der Dauerausstellung zum 20. Jahrhundert dokumentieren auf 1000 Quadratmetern rekonstruierte Räume aus verschiedenen Jahrzehnten den Wandel der Wohn- und Alltagskultur in Hamburg. Im Herbst 2004 wurden neue Ausstellungsbereich eröffnet: "Seeraub und Schmuggel", "Kirche im Umbruch" sowie "Hamburg als Währungsplatz".

Im "Speicherstadtmuseum" erleben Sie ein traditionsreiches Stück Hamburg! Kaffeesäcke, Teekisten und Kautschukballen, Handhaken, Griepen und Probenstecher: Im authentischen Raum eines 100 Jahre alten Lagerhauses zeigt das Speicherstadtmuseum typische Arbeitsgeräte und Warenproben, die die Arbeit in den Quartiersmannsfirmen und Handelshäusern der Speicherstadt illustrieren.

MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
www.voelkerkundemuseum.com
 


1879 gegründet, zählt das Museum für Völkerkunde heute zu den größten Völkerkundemuseen Europas mit etwa 180.000 Besuchern im Jahr, ist damit auch gerne mal das meist besuchte rein völkerkundliche Museum des Kontinents. Seine Sammlungen umfassen ca. 350.000 Objekte und dokumentieren die Kunst- und Kulturgeschichte der Völker. Das Schöne am Museum ist aber vor allem, dass die Ausstellungen einerseits sehr liebevoll angerichtet sind, andererseits werden die Botschaften gut visualisiert und sind klar verständlich. Hierfür werden neben Videos auch moderne Touchscreens eingesetzt, die Zusatzinformationen liefern. Die Dauerausstellung "Ein Dach für alle Kulturen" in der prächtigen Bootshalle führt mit zahlreichen selten oder noch nie gezeigten Objekten und Fotos in die Arbeit des Museums für Völkerkunde Hamburg ein. Vielfältige Festivals, Konzerte und Märkte machen das Museum zudem zu einer einzigartigen Stätte der Begegnung für Menschen aus allen Teilen der Welt.

Das Museum für Völkerkunde ist dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags sogar bis 21 Uhr. Informationen zu den Ausstellungen und Veranstaltungen sowie zu Eintrittspreisen findet man auf der Website.


MUSEEN ZU WASSER

gibt es in Hamburg auch einige:

Das U-Boot "U-434" gehörte bis April 2002 zur russischen Nordmeerflotte und unterlag höchster Geheimhaltung. Das Boot stand 30 Jahre im Dienst der russischen Marine. Als Spionage U-Boot wurde U-434 für besondere Einsätze genutzt, wie z.B. geheime Spionagemissionen vor der Ostküste der USA oder lange Patrouillenfahrten in den Hoheitsgewässern der Sowjetunion. Seine spezielle Gummibeschichtung machte es den Sonargeräten der westlichen Geheimdienste nahezu unmöglich, U-434 zu orten. Drei Dieselmotoren mit insgesamt 18.000 PS bildeten das Herzstück des Maschinenraums. Im Extremfall konnte das Boot bis zu 400 Meter tief zu tauchen. Während der Schleichfahrt sorgten vier Elektromotoren für den nötigen Antrieb. Der Rundgang durch U-434 führt den Besucher in die Welt der Spionage und der spartanischen Lebensverhältnisse unter Wasser. Tafeln erklären die komplizierte Technik des U-Bootes einfach und verständlich. Wechselnde Ausstellungen runden das Erlebnis ab. Für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Besucher wegen der Enge leider nicht geeignet.

Das Museumsschiff "Windjammer Rickmer Rickmers" liegt seit September 1987 am Fiete-Schmidt-Anleger und ist täglich zur Besichtigung freigegeben. Als Museumsschiff und schwimmendes Denkmal soll der ehemalige Ostindien-Fahrer an die Zeiten erinnern, als der Wind die Schiffe um die Erde trieb. In einem Restaurant und zwei Clubräumen wird für das leibliche Wohl gesorgt. Die SS Rickmer Rickmers wurde im Jahre 1896 als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut und nach dem Enkel des Firmengründers benannt. Ihr Rumpf ist 97 m lang, 12,20 m breit, der Tiefgang betrug 6 m. Das Schiff war zu der Zeit mit 1.980 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m. Als Vollschiff hatte der Segler eine Segelfläche von 3.500 m2. Die Indienststellung erfolgte im August 1896.

Ein weiteres Museumsschiff ist die...

CAP SAN DIEGO
Überseebrücke (U3 Station Baumwall)
20459 Hamburg
www.capsandiego.de
 


Die Cap San Diego ist ein einzigartiges Zeugnis der Seefahrt und liegt seit 1986 als "Museum zum Anfassen" in ihrem alten Heimathafen Hamburg. Der "Weiße Schwan des Südatlantiks" ist der letzte erhaltene klassische Stückgutfrachter. Sie lief 1961 bei der Deutschen Werft AG in Hamburg vom Stapel und ist der letzte Neubau einer Serie von sechs Stückgutfrachtern für die Reederei Hamburg-Süd. Die Schiffe der Cap San-Klasse leiteten die Ära der schnellen Frachtschiffe mit großem Kühlraum und Einrichtungen für zwölf Passagiere ein. Mit ihrem schlanken Schiffskörper und dem stark ausfallenden Steven gleichen Schiffe wie die Cap San Diego eher eleganten Yachten als Frachtschiffen mit einer Tragfähigkeit von 10300 Tonnen. Über 120 Rundreisen von Hamburg nach Südamerika absolviert die Cap San Diego innerhalb von 20 Jahren. Dann wurden die Cap San Schiffe schließlich durch Containerschiffe abgelöst. 1981 wurd die Cap San Diego an die Spanische Reederei Ybarra verkauft. Bis Anfang 1986 fuhr das Schiff für diese Reederei. Der Zahn der Zeit war dem mittlerweile letzten Schiff der Cap San-Klasse damals deutlich anzusehen. Nocheinmal wurd es verkauft und sollte unter dem Namen Sangria seine letzte Reise antreten, in den Hochhofen. Im letzten Moment wendete sich das Schicksal. Der Senat der Freien- und Hansestadt Hamburg erwarb die Cap San Diego, um sie als maritimes Denkmal zu erhalten. Am 31.10.1986 kehrte die Cap San Diego in ihren Heimathafen zurück und wurde 1987 der Stiftung Hamburger Admiralität übergeben. Komplett überholt und vom Rost befreit liegt sie heute an der Überseebrücke und ist mittlerweile aus dem Hamburger Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Trotz ihres Alters ist die Cap San Diego kein Stück toter Technik, sondern noch voll fahrtüchtig und Zeugnis einer fast schon verschwundenen Epoche der Seefahrt. Die Cap San Diego hat die 40 überschritten, doch jedes Jahr darf die alte Dame für die Gästefahrt bis Cuxhaven fahren. Im Mai 2004 ist das Schiff unter Denkmalschutz gestellt worden. Zitat aus der Pressemeldung des Denkmalschutzamtes: "Die Erhaltung dieses beweglichen Kulturdenkmals liegt im öffentlichen Interesse, da es inzwischen zu den charakteristischen Eigenheiten des nördlichen Elbufers gehört und als letztes modernes Frachtschiff dieser Größe und Ausstattung einmalig ist."

Ein Besuch der Cap San Diego lohnt in jedem Fall. Man bekommt bei der Besichtigung einen Eindruck, wie eng es in den Maschinenräumen zuging, wie viele Maschinen überhaupt erst das Schiff in Bewegung gebracht haben, wie Mannschaft und Kapitän gehaust und gearbeitet haben, wie groß die Frachträume waren. Als Besucher stehen einem beinahe alle Bereiche des Schiffes offen, vom Wellentunnel tief unten im Schiff bis hinauf zur Kommandobrücke. Zusätzlich gibt es eine interessante Auswandererausstellung zu sehen.

Die Cap San Diego ist täglich von 10.00 - 18.00 Uhr zu besichtigen. Viele Informationen zum Schiff und seiner Geschichte findet man auf der sehr gut gemachten Website, die man definitiv ansurfen sollte.

HAMBURG DUNGEON
Kehrwieder 2
20457 Hamburg
www.hamburgdungeon.com
 

Nach den Dungeons in Edinburgh, London und York hat nun mit Hamburg auch eine deutsche Stadt ihr Dungeon. In den alten Gemäuern der Speicherstadt werden über 1000 Jahre Geschichte der Hansestadt aufgearbeitet, allerdings bei weitem nicht so schockierend und ekellastig wie in Großbritannien. Hier sind es Schauspieler, die einen in Gruppen zu einigen Eckdaten in Hamburgs Vergangenheit entführen - angefangen bei dem großen Feuer von 1842, über die Schrecken von Pest und Cholera bis hin zum Piraten Störtebeker. Die als spektakuläre Wasserfahrt angekündigte Sturmflut von 1717 war bei unserem Besuch leider außer Betrieb - schade, denn hierfür wurden 500 Quadratmeter eines denkmalgeschützten Speichers extra mit einem 24.000 Liter Wasser fassenden Kanal ausgebaut, und wahrscheinlich ist dies das Highlight der Führung. Ansonsten nämlich ist sie wenig gruselig, auch wenn sich die Schauspieler größte Mühe geben und gut agieren.

Das Hamburg Dungeon ist täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr (letzter Einlass) geöffnet.

ALTES LAND
www.altes-land-tourismus.de
 


Wer Hamburg mit dem Auto besucht, der sollte sich als Abwechslung zum Großstadttreiben eine Fahrt entlang der Elbe durch das sogenannte Alte Land nicht entgehen lassen. Das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas bietet nicht nur erntefrische Früchte, sondern vor allem viele wunderschöne, reetgedeckte Bauernhäuser, weite Deichlandschaften und tolle Natur. Die malerischen Städtchen Buxtehude und Stade laden außerdem zum Entdecken ein.

Mehr über den das Alte Land erfährt man auf der Tourismus-Website.