COLORETTO
Erfinder:  Michael Schacht
Verlag:  AbacusSpiele
Erstveröffentlichung:  2003
Anzahl der Spieler:  2-5
Alter der Mitspieler:  ab 8 Jahren
Spieldauer:  30 Minuten
Unverb. Preisempf.:  6,99 Euro
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Spielidee / Packungstext
 
Wie ein Chamäleon, darf man bei Coloretto öfters mal seine Lieblingsfarbe wechseln. Doch wer es zu bunt treibt, wird bei diesem Spiel nicht richtig voran kommen und sogar Minuspunkte kassieren. Da heißt es, den richtigen Zeitpunkt abwarten und zupacken, bevor es die Anderen tun.
 
Spielablauf
 
Es gibt 90 Karten. 63 hiervon zeigen einfarbige Chamäleons, je 9 Karten in 7 Farben, dazu gibt es drei bunte Chamäleon-Karten als Joker. Dazu kommen 10 "+2"-Karten, die einem am Ende 2 Bonuspunkte einbringen, 5 braune Reihenkarten, 3 grüne Reihenkarten, 5 doppelseitige Übersichtskarten und 1 Karte "Letzte Runde". Die Spielvorbereitung hängt von der Anzahl der Mitspieler ab.
Bei 3-5 Spielern nutzt man so viele braune Reihenkarten untereinander in die Tischmitte, wie Spieler teilnehmen. Die restlichen und grünen werden nicht benötigt. Zudem kommen bei 3 Spielern die 9 Karten einer Chamäleon-Farbe aus dem Spiel. Jeder Spieler nimmt sich eine Chamäleon-Karte einer anderen Farbe und legt sie offen vor sich ab.
Für 2 Spieler war die Ursprungsvariante des Spiels von 2003 gar nicht ausgelegt. Erst die Neuauflage von 2006 wurde entsprechend angepasst - beim Kauf also unbedingt diese wählen. Hier kommen die 9 Karten von zwei Chamäleon-Farben aus dem Spiel und jeder Spieler legt zwei verschiedenfarbige Chamäleon-Karten vor sich ab. Die grünen Reihenkarten werden untereinander in die Tischmitte gelegt, die braunen werden nicht benötigt.
Egal wie viele Spieler teilnehmen, jeder erhält eine Übersichtskarte und man einigt sich, welche Seite (hier gibt es zwei unterschiedliche Wertungstabellen für die Schluss-Summe) man spielt. Dann werden 15 Karten vom gemischten Stapel abgezählt und man legt die Karte "Letzte Runde" auf diese, dann den Rest des verdeckten Stapels.


Wer an der Reihe ist, muss eine von zwei möglichen Aktionen ausführen. Entweder nimmt er die oberste Karte vom Stapel und legt sie neben eine der in der Tischmitte platzierten Reihenkarten. Hierbei dürfen immer nur so viele Karten neben der Reihenkarte liegen, wie hierauf abgebildet sind (bei den braunen Reihenkarten sind es immer drei, bei den grünen gibt es eine, zwei und drei). Oder der Spieler nimmt eine der in der Tischmitte liegenden Kartenreihen (mit mindestens einer Karte neben der Reihenkarte, keine leere) auf und steigt aus dieser Runde aus. Die Karten legt er offen vor sich ab, sortiert sie dabei nach Farben. Joker darf man hierbei vorerst beiseite legen und sich später erst entscheiden, als welche Farbe man sie einsetzt. Danach folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn. Hat jeder Spieler eine Kartenreihe aufgenommen, endet die laufende Spielrunde und eine neue Runde beginnt mit dem Spieler, der zuletzt eine Kartenreihe genommen hat. Das Ganze geht so lange weiter, bis die Karte "Letzte Runde" erscheint. Mit den verbleibenden 15 Karten auf dem Stapel wird die laufende Runde noch beendet, dann ist Schluss und es folgt die Wertung. Die gewählte Übersichtskarten-Wertungstabelle zeigt, für welche Anzahl an Chamäleon-Karten gleicher Farbe man wie viele Punkte erhält, wobei 6 Karten bereits den Maximalwert einbringen, es bringt einem also nicht mehr Punkte ein, wenn man sogar 7 oder mehr von einer Farbe gesammelt hat. Drei Farbreihen seiner Wahl darf sich der Spieler als Pluspunkte aufschreiben. Alle seine übrigen Farbreihen zählen als Minuspunkte. Dazu gibt es für jede "+2"-Karte 2 Bonuspunkte. Gewonnen hat natürlich der Spieler mit den meisten Punkten.
 
Meinung
 
"Coloretto" wurde nicht umsonst 2003 in der Fairplay-Expertenbefragung als bestes Kartenspiel ausgezeichnet. Die Vorbereitung geht schnell, das Spiel ist dann nicht umständlich und macht hierbei viel Spaß. Strategisches Denken ist durchaus gefragt, wenn die Entscheidung ansteht, ob man noch eine Karte aufdeckt und wo man diese dann zu seinem Gunsten (ohne für andere zu hilfreich zu sein) anlegt oder lieber schon eine der in der Tischmitte liegenden Kartenreihen nimmt, wobei man dann ja nicht weiß, ob die Gegner nicht noch tolle Karten in die Reihen gelegt bekommen. Die neu hinzu gekommene Variante für zwei Spieler funktioniert gut und macht "Coloretto" zu einem hervorragenden Reisespiel, mit dem man sich überall schnell die Zeit vertreiben kann.




(Tobi)