IF WISHES WERE FISHES!
Erfinder:  P. Sarrett und M. Adams
Verlag:  Rio Grande Games
Vertrieb:  AbacusSpiele
Erstveröffentlichung:  2007
Anzahl der Spieler:  2-5
Alter der Mitspieler:  ab 10 Jahren
Spieldauer:  40-60 Minuten
Unverb. Preisempf.:  29,99 Euro
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Spielidee / Packungstext
 
In diesem Spiel können Fische wirklich Wünsche erfüllen - aber nur, wenn Du sie ins Wasser zurückwirfst.

Die Spieler fangen Fische und versuchen sie auf dem Markt zum besten Preis zu verkaufen. Aber der Lagerplatz ist begrenzt, und so müssen die Spieler geschickt vorgehen, um die richtigen Fische zur rechten Zeit auf den Markt zu bringen. Dabei helfen Wünsche. Fange einen Fisch mit dem passenden Wunsch, lass ihn wieder frei und Dein Wunsch wird erfüllt: mehr Geld beim Verkauf, mehr Lagerplatz oder viele andere nützliche Dinge. Das klingt zwar einfach, erfordert aber etwas Planung.

Manchmal lohnt es sich sogar, den dicksten Fisch zurückzuwerfen!
 
Spielablauf
 
Die Spielvorbereitung ist einfach. Der Spielplan wird ausgebreitet, die Kunden-Steine werden willkürlich auf die Marktstände verteilt, die Markt-Karten werden geordnet als Stapel auf den Tisch gelegt, daneben werden vier Fischkarten aufgedeckt, daneben kommt dann der verdeckte Stapel mit den restlichen Fischkarten. Schließlich erhält jeder Spieler noch alle kleinen Holzfische seiner Farbe, legt einen hiervon auf die Zählleiste am Rand des Plans, dazu bekommt jeder noch sechs Würmer und eine Karte, die seine zwei Boote symbolisiert - und los kann es gehen.


Ein Startspieler wird bestimmt und dann geht es reihum los. Ist man an der Reihe, so führt man genau eine von drei möglichen Aktionen aus. Entweder nimmt man eine Fischkarte (von den aufgedeckten Karten, nie vom Stapel - dies steht für "aus dem Meer holen") und legt den Fisch in eines seiner Boote (hier darf allerdings immer nur ein Fisch liegen - und sein Wunsch ist hiermit nicht mehr wichtig, er zählt nur noch als Fisch zum späteren Verkauf). Oder man nimmt eine der Fischkarten und lässt den Fisch wieder frei, indem man ihn direkt auf den Ablagestapel "zurück ins Meer" legt - als Belohnung kann man den auf der Karte vermerkten Wunsch ausführen. Dritte Option ist der Verkauf eines Fisches aus einem der Boote auf dem Markt. Natürlich sind jeweils weitere Dinge zu beachten. Um zum Beispiel Fisch Nummer 3 (also die dritte der vier aufgedeckten Fischkarten) aus dem Meer zu holen, muss man auf alle Karten davor (im Beispiel also Fisch 1 und 2) einen seiner Würmer legen. Nimmt man Fisch 3 dann, so rückt Fisch 4 auf Position 3 und der neu aufgedeckte Fisch kommt auf Position 4 (vor dem Aufdecken wird die Lücke immer nach vorne hin geschlossen). So kann es schon mal vorkommen, dass z.B. eine reizvolle Fischkarte an Nummer 4 aufgedeckt wird, man aber vielleicht nur noch zwei Würmer hat und diese daher nicht nehmen darf. Nimmt man aber eine Karte, auf der Würmer liegen, hat man diese wieder zur Verfügung. Beim Verkauf am Markt gibt es für jeden Fisch 2 Dollar, zusätzlich aber Extra-Dollar, wenn sich ein Kunde am Stand befindet (für jede der sieben Fischarten gibt es einen Stand, nur dort darf man den betreffenden Fisch verkaufen). Es gibt einen Kunden, der 3 Extra-Dollar einbringt und jeweils zwei Kunden für 2 oder 1 Dollar. Der Fisch auf der Zählleiste am Rand wird entsprechend der Einnahmen weiter gesetzt. Die Marktstände erreichen zudem ein Limit am hier verkaufbaren Fischen. Dieses ist nicht festgeschrieben, sondern wird durch die vier offen sichtbaren Markt-Karten geregelt. Diese sind geordnet und enthalten die Limits 4 bis 7. Wenn am ersten Marktstand vier Holzfische liegen (für jeden hierhin verkauften Fisch legt man einen ab), dann wird die erste Markt-Karte auf den Stand gelegt - er ist nun voll, d.h. jeder weitere hierhin verkaufte Fisch bringt zwar noch 2 Dollar, kommt danach aber auf den Abfallhaufen am Rande des Spielbretts hinter dem Zaun. Zudem bekommen die beiden Spieler mit den meisten hierhin verkauften Fischen nochmal auf der Markt-Karte angezeigte Bonus-Dollar in dem Moment, wenn die Karte den Stand als voll erklärt. Der nächste Stand ist dann bei 5 Fischen voll, der nächste bei 6, der letzte bei 7. Schließlich gibt es noch die Wünsche, die auf den Fischkarten in einer Sprechblase über dem Fisch als sein Wunsch zu sehen sind und das Spiel interessant machen. Hier kann man ein zusätzliches Boot erhalten, seine Würmer in Dollar aufwiegen lassen, die Kunden-Steine bewegen, Fische in eine andere Art verwandeln für einen Verkauf, einen gegnerischen Holzfisch vom Markt auf den Abfall legen oder seinen eigenen aus dem Abfall holen - und man kann fast immer zusätzlich noch Fische aus seinen Booten verkaufen, mal eine Karte, mal alle Fische einer Sorte. So sammelt man nach und nach mehr und mehr Dollar. Das Spiel endet, wenn der vierte Markt (nach sieben dorthin verkauften Fischen) als voll erklärt wird oder wenn 10 Fische auf dem Abfall liegen. Im ersten Fall erhält derjenige mit den meisten Würmern noch einen Bonus, im zweiten Fall gibt es Abzüge für jeden eigenen auf dem Abfall liegenden Fisch. Gewonnen hat natürlich derjenige mit den größten Einnahmen.
 
Meinung
 
Beim ersten Spielen braucht man eine Weile, um alles zu verstehen und eine sinnvolle Strategie zu entwickeln. Dann aber macht das Ganze viel Spaß und man beginnt, die Fischkarten, Anzahl der eigenen Würmer, Positionen der Kunden und Anzahl der an den Ständen verkauften Fischen im Auge zu behalten und seine Aktionen hieran auszurichten, um möglichst viel Gewinn zu erzielen. Der ökologisch lobenswerte Aspekt des "ins Wasser zurück werfen" gerät allerdings im Vergleich zur Kohle-Scheffelei ins Hintertreffen - wenn sich Fische aber sogar weitere Fangboote wünschen, kein Wunder. Die Aufmachung des Spiels ist nett, die Fische sehen witzig aus, die Würmer sind schön labberig - die Anleitung könnte allerdings einige Dinge noch etwas deutlicher oder simpler erklären, um den Start für Neubesitzer einfacher zu machen. Die auf der Packung angegebenen 40 Minuten sind sehr sportlich gesetzt, ein Spiel kann durchaus auch eine Stunde oder länger dauern. Alles in allem aber ein recht gutes Spiel.




(Tobi)